Kleines Gewerbegebiet geplant

Erstmals öffentlich wurden die Pläne ausgerechnet, weil ein örtlicher Kleinunternehmer bei der Bürgerversammlung kritisierte, bei seiner Suche nach einer Fläche keine Unterstützung der Gemeinde bekommen zu haben.

Aktuell gibt es keine Flächen

Fakt ist: Fichtelberg hat aktuell keine erschlossenen Gewerbeflächen, die im Eigentum der Gemeinde und sofort verfügbar sind. Nicht oft, aber immer mal wieder komme es vor, dass ein Unternehmer wegen einer Fläche anfragt, so Bürgermeister Georg Ritter. „In Fichtelberg und Neubau gibt es schon Grund, aber oft wollen die Eigentümer nicht verkaufen.“ Und Fichtelberg sei flächenmäßig eine der kleinsten Kommunen Bayerns überhaupt.

Deswegen steht das Thema Gewerbegebiet schon länger auf dem Aufgabenzettel des Gemeinderates. „Wir haben uns im Bayernatlas angeschaut, welche Flächen in Frage kommen“, so Ritter. Der Bayernatlas ist ein frei zugängliches Online-Karten- und Luftbildwerk des bayerischen Heimatmuseums, das auch Grundstücksgrenzen anzeigt. Dabei geriet schnell die Fläche südlich der Bayreuther Straße zwischen dem Eckert-Areal und der ehemaligen Tankstelle in den Fokus. Und vergangenes Jahr wurde zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Glaser vom Gemeinderat beauftragt, Kontakt zu den beiden betroffenen Grundstückseigentümern aufzunehmen. Ergebnis: Beide zeigten sich verkaufsbereit, so Ritter. Praktisch dabei: Das Areal ist schon seit mehreren Jahren im Flächennutzungsplan der Gemeinde als Gewerbefläche vorgesehen, ein Planänderungsverfahren ist also nicht nötig.

Was hat Vorrang?

Konkret geht es um knapp einen Hektar, der über eine rund 50 Meter lange Stichstraße erschlossen werden müsste. Viel mehr lasse sich derzeit noch nicht sagen, so Ritter. Auch nicht, wann das Gewerbegebiet fertig ist. Es gebe noch andere dringende Sachen in der Gemeinde, wie die Erneuerung von Gablonzer und Fichtelberger Straße. „Und der Gemeinderat muss entscheiden, was Vorrang hat.“ Dass Fichtelberg als Konsolidierungsgemeinde Probleme bekommen könnte, die Investition in ein kleines Gewerbegebiet genehmigt zu bekommen, glaubt Ritter nicht.

So würde es weitergehen: Die Kosten für die Erschließung (in noch unbekannter Höhe) müssten im Haushalt eingeplant werden. Dann folgt das Bebauungsplanverfahren und die Erschließungsplanung. Im günstigsten Fall könnte kommenden Winter ausgeschrieben werden und im Frühjahr 2019 gebaut werden.

Aber der Blick geht schon weiter in die fernere Zukunft. Das Gebiet könnte in Richtung Hennenlohe erweitert werden, so Ritter.

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Kommentare

nie und nimmer bringt der Bürgermeister Georg Ritter so etwas auf die Beine. Wenn man schon liest "klein" Typisch für Ihn, er kann es halt nicht. Stehen da nicht noch 60 andere Projekte an ? Wurde doch in der Bürgerversammlung gesagt, das wäre dann das 61. Projekt lachhaft.
Ich stimme dir zu; das Wort "klein" hätte man sich lieber sparen sollen! Eine genaue Größenangabe, wieviel m² zur Verfügung stehen, wäre hier sinnvoller gewesen.
Das Gebiet wird knapp einen Hektar groß. Steht auch im Text ...