Kleiner Stein ganz groß

Annemarie Förster, Leiterin des städtischen Kindergartens in Auerbach: Ich kenne Lego eigentlich schon immer und benutze auch schon immer bei meiner Arbeit mit Kindern. Zwar finde ich die ganzen neuen, themenbezogenen Legoinnovationen nicht schlecht, doch bin ich großer Fan von dem typischen, quadratischen Legobaustein. Mit ihn können die Kinder ihrer Fantasie und Kreativität am besten freien Lauf lassen. Die Steine, die es in unterschiedlichen Ausführungen gibt, helfen den Kindern zudem beim Erlernen von Farben und Größen. Auch meine eigenen Kinder spielten gerne mit dem beliebten Spielzeug. Von themenbezogenen Legobausets halte ich nicht so viel. Die Kinder schaffen es meistens nicht, die Anleitung alleine zu verstehen und brauchen Hilfe von Erwachsenen. So war es bei meinem Sohn auch immer, wenn es darum ging das neuste Rennautoset nachzubauen. Die fertigen Figuren stehen dann jahrelang nur unberührt herum. Hilfreich hingegen sind kurze und für Kinder verständliche Themenkarten, wie es sie auch bei uns im Kindergarten gibt. Auf diesen wird kurz und plausibel gezeigt wie einfache Figuren zu bauen sind. Das fängt bei simplem Burgtoren oder Ufos an und geht bis hin zu Weintrauben oder Giraffen. Die eigenständige Fehlerkontrolle ist hierbei super. Unschlagbar finde ich zudem die Haltbarkeit der Bauklötze. Die Bausteine gehen praktisch nie kaputt. Aber nicht nur die Erzieher sind begeistert von dem zeitlosen Spielzeug. Die Kinder streiten sich nur zu gern um die Bausteine.

Anna Vogler, Mitarbeiterin des Haus Martin in Pegnitz: Lego ist auf jeden Fall ein Muss in jedem Kinderzimmer. Ich kenne die Bausteine natürlich auch aus meiner Kindheit. Mit Lego verbinde ich Kreativität und Fantasie. Es begleitet die Kinder von drei Jahren an bis ins frühe Teenageralter hinein. Besonders an Lego ist für mich persönlich die große Vielfalt: Hochhäuser, Einfamilienhäuser, Bauernhöfe, Zoos und so weiter. Als Kinder hatten wir die Idee Zeitmaschinen aus Legosteinen zu bauen. Noch ein bisschen lieber als die kleinen Bauklötzchen mochte ich immer die großen Lego Duplo Bausteine. Ich bin mir aber nicht mehr sicher, ob es die überhaupt noch gibt. Im Legoland war ich früher leider nie.

Wolfgang Nierhoff, zweiter Bürgermeister in Pegnitz: Ich bin großer Legofan und meiner Meinung nach ist es einfach eine geniale Erfindung. Es begleitet mich schon seit frühester Kindheit. Das Spielzeug übt eine große Faszination sowohl auf die Kinder als auch auf die Erwachsenen aus und verbindet durch gemeinsames Spielen Generationen. In meiner Kindheit gab es leider noch nicht so viele unterschiedliche Bausets. Aus den einfachen Bausteinen haben wir aber trotzdem viele kleine Häuser und Landschaften zusammengebaut.  Mittlerweile kommen ja immer wieder neue Legobausets zu den unterschiedlichsten Filmen auf den Markt. Zu meiner Kommunion in den 1970er Jahren habe ich eine Legoraumstation bekommen, welche sich an den Starwars-Filmen, die zu dieser Zeit bekannt wurden, orientierte. Natürlich habe ich sämtliches Legomaterial an meine Kinder weitervererbt. Es hält sich ja ewig und es wurde ja zum Glück auch nie etwas an den Maßstäben geändert. Das haben die Dänen, die Erfinder, wirklich gut gemacht!  Mein persönlicher Legofavorit ist, neben der Raumstation aus Kindheitstagen, ein VW-Bus. Ich habe den VW „Bully“ vor ein paar Jahren von meiner Frau zum Geburtstag geschenkt bekommen und mit größter Sorgfalt akribisch zusammengebaut. Schon seit der Eröffnung des Legolands im Jahr 2002 organisiere ich im Rahmen des Stadtjugendverbands Fahrten dorthin. Mindestens einmal im Jahr in den Sommerferien geht ein Ausflug nach Günzburg. Manchmal sogar ein zweites Mal in den Oster- oder Pfingstferien. Im Gegensatz zu anderen Freizeitparks reihen sich dort nicht nur sämtliche Fahrgeschäfte aneinader, sondern das für Lego typische Bautechnische spiegelt sich in den dortigen Attraktionen wieder.

Kurt Tauber, Chef des deutschen Kameramuseums in Plech: Zum einen verbinde ich mit Lego den Workshop “Bau einer funktionierenden Großbildkamera aus Lego-Steinen” im Jahre 2015 im Deutschen Kameramuseum in Plech und zum anderen Erinnerungen an meine langen Bastelnachmittage mit meinen Kinder Patricia und Alexander in den 1990er Jahren.  Lego bedeutet für mich schier unbegrenzte Möglichkeiten zu haben, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen und kleine Kunstwerke zu erschaffen und sie immer wieder zu verbessern.  Als Kind – wir reden von den 1960er Jahren - besaß ich einen TRIX-Metallbaukasten, mit dem ich mich filigran konstruktiv beschäftigte. Ab und zu durfte ich mit den Lego-Steinen der Nachbarskinder spielen, aber das Bauen von Häusern fand ich damals nur langweilig. Mit meinem Sohn habe ich später aber die Faszination von Lego-Technik entdeckt. Da haben wir tolle Apparate mit Motoren und hydraulischen Funktionen erfunden und riesige Türme und “Katzenwohnungen” im Wohnzimmer errichtet. Lego-Bausteine und besonders Lego-Technik fördert abstraktes Denken bei Kindern und regt zu eigenen Erfindungen an. Und man lernt, sich in Geduld zu üben. Ich war 2005 beruflich im Legoland in Günzburg, um dort Canon-Foto- und Filmkameras zu testen. Mein Sohn Alexander begleitete mich und begeisterte sich damals so ganz nebenbei für die Fotografie. Ich denke nicht nur deshalb gerne an diesen Termin zurück. Besonders beeindruckend für mich waren die riesigen Stadtlandschaften aus Lego-Steinen und am meisten hat mich die Allianz-Arena aus Lego beeindruckt.  

Uwe Ditz, Vorsitzender des SV Auerbach: Mit Lego verbinde ich Erinnerungen an die Kindheit, insbesondere an ein Weihnachtsfest, bei dem ich zum ersten Mal eigene Legosteine vom Christkind bekam. Außerdem fallen mir die Schmerzen ein, wenn ich als junger Vater in das nicht aufgeräumte Zimmer meiner Kinder schritt und natürlich auf einen Legostein trat. Soweit ich mich erinnern kann, haben wir in meiner Kindheit als Jungs-Clique mal gemeinsam unsere Lego-Tonnen zusammen gelegt und das "Raumschiff Enterprise" inklusive der Kommandobrücke nachgebaut. Beruflich habe ich auch mit Lego zu tun. Als zertifizierter "Design Thinking Coach" unterstütze ich Unternehmen bei der Findung kreativer Ideen und innovativer Problemlösungen. In solchen Workshops stellen wir den Teilnehmern unter anderem Legosteine zur Verfügung, um ihre Ideen zu veranschaulichen. Auch ich der Entwicklung von Kindern seh ich Vorteile, wenn diese viel mit Lego spielen. Lego steht als Synonym, kindliche Kreativität fassbar zu machen. Aus meiner Sicht ist es ein unersetzliches Spielzeug trotz Tablets und digitaler Spiele. Den ersten Besuch möchte ich dem Legoland abstatten, wenn ich mal Großvater bin und mit meinen Enkeln dorthin gehen kann. So wie es aussieht, werde ich mich noch eine Weile gedulden müssen.

Christoph Weißmann, evangelischer Pfarrer in Plech: Bei dem Thema Lego muss ich leider passen. Ich kann mich erinnern, dass wir zwar Legobausteine hatten, aber so richtiges Interesse hatte ich nicht dafür. Das liegt vor allem daran, dass wir vier Geschwister -  relativ nah beieinander vom Alter - sehr viel draußen in der Natur oder im nahen Wald unterwegs waren, viel mit Freunden unternommen hatten und außerdem im Sportverein und Posaunenchor engagiert waren. Von daher war mein Interesse nie so groß, zu Hause mit Lego oder anderem Material zu tüfteln oder zu bauen und so weiter.

Nicht bewertet

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