Kita: Gemeinderat fühlt sich übergangen

"Ich möchte informiert werden, wenn neue Stellen ausgeschrieben werden", sagte Norbert Jäger (Bürgerbündnis Emtmannsberg, BBE) in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend. "Das kann doch nicht so schwer sein." Der Gemeinderat habe nicht einer Aufstockung der Stellen zugestimmt, sondern lediglich die Mittel bewilligt, um die Stunden des vorhandenen Personals auszuweiten.

"Es geht nur darum, dass das der Gemeinderat auch erfährt."

Bürgermeister Thomas Kreil argumentierte, dass die Verwaltung unter Zeitdruck gestanden habe. Es habe sich herausgestellt, dass die Mehrarbeit durch die erweiterten Öffnungszeiten nicht mit dem vorhandenen Personal geleistet werden könne. Deshalb die Stellenanzeige. Im Vergleich zum Beschluss des Gemeinderates bedeute diese keine Mehrkosten.

"Es ist ja in Ordnung, dass das gemacht wurde", sagte Jäger. Er beharrte jedoch auf seiner Kritik: "Es geht nur darum, dass das der Gemeinderat auch erfährt." Auch Rainer Zimmermann (CSU) stellte fest, dass der ursprüngliche Beschluss des Gemeinderates ein anderer gewesen sei. "Dann brauchen wir auch nichts beschließen, wenn es in der Verwaltung dann doch anders gehandhabt wird", sagte er.

Öffnungszeiten sollen nicht wieder verkürzt werden

Der Bürgermeister verteidigte wieder. "Es war sinnvoll, das so zu machen." Ohne die schnelle Reaktion wären die Kinder derjenigen Eltern weg gewesen, die auf die langen Öffnungszeiten angewiesen sind. Er warnte davor, den Beschluss zurückzudrehen. "Dann drehen wir der Kita den Hahn zu", sagte der Bürgermeister. "Ich möchte das nicht." Denn dann müssten die Öffnungszeiten wieder verkürzt werden.

Im Gemeinderat herrschte Konsens, dass man die Öffnungszeiten nicht wieder verkürzen wolle. Die bis zu den Sommerferien geschaffene Stelle sollte erhalten bleiben. Allerdings wolle der Gemeinderat künftig besser informiert werden und gegebenenfalls die Möglichkeit haben, über solche Veränderungen abzustimmen.

 

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