Kinder, Kinder, es braucht mehr Platz

Elisabeth Linhardt trägt die Entscheidung mit, doch hält sie mir ihrer Kritik nicht hinterm Berg. Seit 2014 gebe es die Kompromisse in der Kita. "Warum ist dann kein einziger Euro im Haushalt enthalten?" fragt sie. "Ich will nicht immer so überrollt werden von Hauruck-Aktionen. Wir wissen um die Ausweisung von Baugebieten und das überfordert unsere Infrastruktur. Ich bitte um einen sorgsamen Umgang damit, um mehr Planungssicherheit zu haben."

Ob sie im Bauausschuss nicht aufgepasst habe, hält Werner Kauper, CSU, gegen. "Seit 2000 gibt es das Problem." Bürgermeisterin Simone Kirschner weist auf das Sonderinvestitionsprogramm hin, das erst heuer für die Jahre 2017 bis 2020 aufgestellt worden sei.

Das Landratsamt genehmigt für das Kindergartenjahr 2017/18 eine Kleinkindergruppe mit zehn Plätzen, sowie im Mehrzweckraum der Kita neun zusätzliche Plätze für Schulkinder. Das steht allerdings unter der Bedingung, dass die Gemeinde eine Bedarfsanalyse für die kommenden Jahre durchführt, um abschätzen zu können, ob die Platzkapazitäten längerfristig erhöht werden müssen.

In nichtöffentlicher Bauausschusssitzung informiert die Kita-Leiterin, dass für das kommende Jahr bereits neun Voranmeldungen vorliegen und zehn Kinder in der Krippe bleiben. Immer wieder habe man sich mit Notlösungen beholfen. Es fehle an Räumen für Elternberatung, für die Intensivbetreuung der Integrativkinder, die Personalräume für mittlerweile 16 Voll- und Teilzeitkräfte seien zu klein. Auch die Gemeinderäte sind der Meinung, dass hier gehandelt werden müsse, auch im Hinblick auf 33 neu erschlossene Grundstücke. Die Entscheidung für die Erweiterung fällt einstimmig. Die Verwaltung soll ein Gesamtkonzept vorlegen.

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