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Bayreuth

15.12.2012 12:03 Uhr

Kein gutes Zeugnis für Bayreuth als Konzertstandort

Udo Meixner

Kein gutes Zeugnis für Bayreuth als Konzertstandort +

Fakt ist zudem, dass der vielzitierte Auftritt des „King of Pop“ (Foto) 1992 nur ein Unfall war: Die „Dangerous“-Welttournee hätte Michael Jackson nach Nürnberg führen sollen. Doch Sicherheitsexperten monierten fehlende Schwingungsdämpfer in den Oberrängen des Frankenstadions. Das Konzert wurde deshalb nach Bayreuth verlegt. Wir sprachen mit Gaby Heyder vom Veranstaltungsservice Bamberg und Dieter Semmelmann, Geschäftsführer der Bayreuther Firma Semmel Concerts, über Bayreuth als Konzertstandort.

Was muss Bayreuth tun, um sich als Konzertstandort zu etablieren?

„Generell war Bayreuth von der Eröffnung der Oberfrankenhalle 1988 bis 1999 ein etablierter Konzertstandort“, so Gaby Heyder. Nur: Die Zeiten ändern sich und die Regionen entwickeln sich. Bayreuth hatte in der genannten Zeit den Vorteil, dass zwischen München und Berlin alleine die – terminlich schwer zu bekommende – Nürnberger Frankenhalle noch Alternative war und die Hallen in den neuen Bundesländern doch Jahre gebraucht haben, um sich zu etablieren. Mit Eröffnung der heutigen Stechert-Arena 2001 in Bamberg und der Arena Nürnberger Versicherung 1999 gab es zwei buchbare Alternativen – sowohl was die Kapazität als auch moderne Ausstattung und Technik betrifft. Parallel dazu bietet sich in den neuen Bundesländern eine Vielzahl weiterer Stationen für Konzerte an. „Je renommierter der Künstler, desto zentraler wird er auch wenige Konzerte in Metropolen platzieren. Daran wird Bayreuth nichts ändern können“, so Gaby Heyder.

Auch Dieter Semmelmann, macht keinen Hehl daraus, dass seine Heimatstadt Bayreuth nie und nimmer mit den sogenannten „Medienstädten“ wie Berlin, Köln oder München konkurrieren kann. Hinzu kommt, dass in Hof seit kurzem die laut Semmelmann „klug umgebaute“ Freiheitshalle zusätzlich Kapazitäten abzieht. Da sei es gut und richtig, dass in die verbesserte Akustik der Oberfrankenhalle in den nächsten Jahren 650.000 Euro investiert werden sollen – mit der für rund 40 Millionen Euro umgebauten Freiheitshalle könne man jedoch nicht konkurrieren.


Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Samstagsausgabe (15. Dezember) des Kuriers.

Foto: Türk

Kommentare

Hagenfels 15.12.2012 - 19:59 Uhr
Bayreuth hat eben in vielerlei Hinsicht etwas den Anschluss verpasst. In manchen Faellen durch externe Veraenderungen, aber auch durch hausgemachte Managementfehler. Aber wir sind ja Kummer gewoehnt. Next: Wagnerjahr 2013.
TOM61 15.12.2012 - 20:51 Uhr
Das ist wohl richtig. Andere, teils auch kleinere Städte im Frankenland, haben uns da schon längst überholt!!
Lothar 15.12.2012 - 21:50 Uhr
Hagenfels und TOM61, das sehe ich in der Tat genauso. Leider hat BT den Anschluss verpasst in den vergangenen 20 Jahren; viele Fehler waren hausgemacht, andere externen Veränderungen geschuldet. Besser kann man es nicht ausdrücken.
BtDoc 16.12.2012 - 09:57 Uhr
... um so wichtiger wäre eine kluge Zukunftsstrategie für BT mit ein paar wirklich sinnvollen Investitionen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, aus dem Rathaus irgendwann doch noch was kommt, was sich vom Abarbeiten des Tagesgeschäfts abhebt ...



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