Kein Platz mehr für das Geopark-Büro

Im Stadtrat wurde erneut das Thema Rathaussanierung ausgiebig diskutiert. In einer früheren Sitzung hatte das Gremium beschlossen, die Rathaussanierung zunächst nur zum Teil ausführen zulassen, in einem ersten Schritt nur Schreiner und Dachdeckerarbeiten auszuschreiben. Mögliche Auswirkungen auf die Förderfähigkeit sollten jedoch zunächst abgeklärt werden.

Wie Bürgermeister Jürgen Zinnert den Stadtrat nun informierte, sei am 16. Mai bei der Regierung von Oberfranken die Fördersituation besprochen worden. Mit erfreulichem Ergebnis: Die Regierung gab ihr Einverständnis, dass ein wegen der Barrierefreiheit notwendiger Aufzug nur bis zum Erdgeschoss reichen müsse. Bedingung: Alle Räume, die durch die Öffentlichkeit erreichbar sein müssen, müssen sich künftig im Erdgeschoss befinden. Was wiederum durch das Einrichten eines Bürgerbüros im Erdgeschoss und durch das Verlegen des Sitzungssaales erreicht wird.

Ein komplettes Raumaufteilungsprogramm hat die Verwaltung bereits erarbeitet und vorgestellt. Der Sitzungssaal würde demnach künftig in den Bereich der Tourist Information verlegt, das laufende Geschäft der Tourist Information dann an das Bürgerbüro angegliedert.

Eine weitere Konsequenz: Bei dem vorgelegten Raumkonzept könnte auch der Geopark mit seiner Infostelle nicht mehr im Rathaus angesiedelt bleiben. „Wir müssen nachdenken, ob wir eine Lösung finden können“, so der Bürgermeister.

Geopark-Geschäftsführer Andreas Peterek gab sich auf telefonische Nachfrage zu der neuen Entwicklung diplomatisch. „Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet“, sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung. „Wir haben einen Mietvertrag, der nicht auf diese Frist ausgelegt ist“, blickt er den Tatsachen ins Auge. Ihm sei dabei klar, dass es keine Lösung mit einer direkten Anbindung an die Tourist Information wie bisher mehr geben werde. Peterek weist auch darauf hin, dass durch den Geopark auch investiert wurde, unter anderem in einen neuen Fußboden. Es werde deshalb noch ein Gespräch mit dem Bürgermeister geben. 

Der Vertrag sei jedenfalls schon gekündigt, ergänzte Zinnert auf Nachfrage von Markus Scherm und zwar zum Jahresende 2017. Bis dahin bleibe die Infostelle also noch im Rathaus erhalten.

In der Folge wurden dann auch die weiteren Festlegungen im Raumprogramm ausführlich diskutiert. „Das Raumprogramm erscheint schlüssig“, legte sich Udo Sauerstein fest. Klar wurde, dass es weitere Defizite gibt. Das Trauzimmer entspreche nicht mehr den Anforderungen und es gebe auch keinen Besprechungsraum.

Diskutiert wurde auch erneut,wie der Aufzug ausgeführt werden sollte. Sandra Schiffel brachte als Alternative eine Rampe an der Hinterseite des Rathauses als barrierefreien Zugang ins Gespräch. Was wegen der notwendigen Länge der Rampe von der Mehrheit des Stadtrates allerdings verworfen wurde.

Konkret beschlossen wurde letztlich, dass der Stadtrat vom Raumprogramm Kenntnis nimmt. Die endgültige Gestaltung der Aufzugsanlage benötigt einen gesonderten Beschluss.

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