Kein BMW-Werk in Oberfranken

„Eine kurze Klarstellung zu Ihrem Artikel: Es geht nicht darum, dass wir ein neues Werk bauen werden, sondern lediglich um die Entscheidung, wo wir den vollelektrischen Mini bauen werden“, teilt BMW-Sprecher Frank Wienstroth auf den Kurier-Bericht von vor einigen Tagen mit: „Dafür brauchen wir kein neues Werk, sondern weil es sich um ein Derivat handelt, können wir das in unserem bereits bestehenden Produktionsnetzwerk abbilden.“

Es gäbe Zuschüsse in der Region

Das klingt eher danach, als würde die Produktion in München, Leipzig, Regensburg oder Dingolfing angesiedelt. Dabei könnte BMW in Ostoberfranken mit Zuschüssen rechnen: „Es kommt vor allem die regionale Wirtschaftsförderung in Betracht“, so Heike Hampl, Sprecherin der Regierung von Oberfranken: „In der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 können Neuansiedlungen von großen Unternehmen in Oberfranken noch in Teilen der Landkreise Hof und Wunsiedel mit einem Fördersatz von maximal zehn Prozent der förderfähigen Kosten gefördert werden. Der konkrete Fördersatz hängt aber auch vom Investitionsvolumen ab.“

Landtagsvizepräsident Peter Meyer aus Hummeltal hat Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz aufgefordert, die Initiative zu ergreifen und dabei auf bereits gemachte Vorarbeiten aus zurückliegenden Jahren zurückzugreifen, da schon in der Vergangenheit die Ansiedlung großer Werke in Oberfranken immer mal wieder Thema war, „bekanntlich leider ohne Erfolg“.

Wer Geld gibt, darf auch mitreden

Ein CSU-Funktionsträger aus München, der namentlich nicht zitiert werden will, hat in seiner Antwort an Armin Kellner unter anderem geschrieben, „dass die Standortplanung ausschließlich eine Entscheidung des Unternehmens bleibt“. Dem hält Kellner entgegen: „Wenn große Industrieunternehmen wie BMW oder Audi Fördergelder etwa für Forschungsaufgaben jahre- beziehungsweise jahrzehntelang erhalten, dann sollte der Ministerpräsident bei einer Standortwahl durchaus ein Wort mitzureden haben. Außerdem kann über Wirtschaftsförderung durch die Staatsregierung durchaus der Standort eines neuen Werkes in Abstimmung mit den Industriebetrieben festgelegt werden.“

Nicht bewertet

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Kommentare

Upper Franconia first!
Selbstverständlich wird die Geschäftsleitung von BMW auch Wünsche der Staatsregierung mit in ihre Überlegungen bei Standortfragen einbeziehen. Natürlich muss es sich für BMW auch rechnen.
schlecht geträumt: im hohen Fichtelgebirge will sich ein Autobauer ansiedeln