Junges SpVgg-Team steht in der Pflicht

Schließlich ist die Zahl der Hechte im Karpfenteich ein klein wenig größer geworden, nachdem im vergangenen Jahr Rang eins fast von Anfang an der Ausnahmemannschaft der SpVgg Unterhaching vorbehalten war und die dann auch den Aufstieg schaffte. Allen voran marschiert diesmal wieder ein großer Favorit: Ex-Zweitligist TSV 1860 München wird allerorten als „der“ Titelaspirant genannt, an den abermals aufgerüsteten zweiten Garnituren der Bundesligisten FC Bayern München und FC Augsburg wird nur schwer ein Vorbeikommen sein, und dann will auch noch der FC Schweinfurt 05, der auf Profifußball umgestellt hat, Akzente setzen.

Wo werden sich wohl die Altstädter als einzig noch verbliebener oberfränkischer Verein einreihen? Der personelle Umbruch war gravierend, der Altersschnitt wurde deutlich gesenkt und beträgt nun gerade einmal 23,5 Jahre. Alles ist gespannt auf das junge, perspektivisch aufgestellte Team, das die Macher am Ende auf einem Platz im ersten Tabellendrittel sehen wollen. Und wird es den Altstädtern gelingen, wieder sexy zu werden? In der Vorsaison lockten die Kicker gerade einmal 746 Interessierte im Schnitt an, so mancher Funktionär stellte sich die Sinnfrage. Freilich waren da einige Partien im von den Fans ungeliebten Waldstadion Weismain dabei. Doch in dieser Saison trägt die Spielvereinigung wieder alle ihre Heimspiele im neu gestalteten Hans-Walter-Wild-Stadion aus. Das erste am Freitag um 18.30 Uhr gegen den letztjährigen Fünften FV Illertissen, gleich ein Gradmesser für die Mannschaft des ebenfalls erst 31-jährigen Trainers Marc Reinhardt. Ein überzeugender Sieg zum Start wäre der richtige Motivationsschub für die neue Spielzeit. Auf geht’s, Oldschdod!

Herbert.Steininger@nordbayerischer-kurier.de

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