Jugend-Torwart rettet Haspo-Sieg

„Wir waren heute drauf und dran, uns selbst zu schlagen“, war das knappe, aber durchaus perfekte Fazit von Haspo-Trainer Marc Brückner. Schließlich hatte seine Mannschaft beim 25:22 (58.) schon alle Trümpfe in der Hand gehalten. Die ersatzgeschwächten, aber unermüdlichen Günzburger erarbeiteten sich jedoch mit dem Ballbesitz 20 Sekunden vor Schluss noch eine gute Chance zum Ausgleich. Ihren letzten Wurf parierte jedoch der Bayreuther Jugend-Torwart Valentin Naglik.

Ohne den kurzfristig krankheitsbedingt ausgefallenen Linksaußen Steffen Berghammer war Haspo verheißungsvoll gestartet. Ballgewinne und konzentrierte Abschlüsse im Gegenstoß brachten eine 3:1-Führung (5.) und ließen den Gegner kaum einmal in eine richtige Abwehrformation kommen. Zwar brachte man den VfL auch in der Folge immer wieder zu Notwürfen bei angedrohtem Zeitspiel, doch der in der ersten Halbzeit sehr treffsichere Günzburger Rückraum mit Manuel Scholz (5 Tore) auf der linken Seite und Spielmacher Nicolai Jensen (5) fand doch immer noch einen Weg zum Torerfolg. Da sich zeitgleich bei den Bayreuthern unvorbereitete Würfe oder Einzelaktionen sowie technische Fehler munter abwechselten, gerieten sie über 5:8 (16.) bis zum 6:11 (21.) deutlich in Rückstand. Am Ende wies die Statistik insgesamt 28 Fehlwürfe und technische Fehler aus.

Wertvolle Impulse von Fabio Nicola

Wie schon beim Sieg in Waldbüttelbrunn brachte in dieser Lage die Einwechslung von Fabio Nicola im linken Rückraum wertvolle Impulse im Angriff. Der letztjährige Jugendspieler warf drei seiner fünf Tore noch in der ersten Halbzeit und war damit maßgeblich an der wichtigen Verkürzung zum 13:14-Pausenstand beteiligt. Außerdem erwies sich der Torwartwechsel vom etwas glücklosen Hannes Lehnard zum jungen Valentin Naglik sofort als richtig und verlieh der ohnehin guten Haspo-Deckung weiteren Halt.

Dennoch blieb es spannend, auch weil der Gast nun ebenfalls deutlich aggressiver deckte. Ab dem 15:15 (36.) bis zum 19:19 (49.) legte immer eine Mannschaft ein Tor vor, wobei Haspo zwei weitere Siebenmeter vergab (insgesamt 1/4). Verbesserte Chancenverwertung führte dann zum 24:21 und 25:22, aber entschieden war die Partie auch damit noch nicht. „Wir haben es phasenweise gar nicht schlecht gemacht“, war Haspo-Trainer Michael Werner am Ende erleichtert. „Immer wenn wir etwas wegziehen konnten, haben wir aber zu undiszipliniert gespielt. Da hat uns etwas die Cleverness gefehlt, aber ich bin sehr zufrieden, dass wir trotzdem gewonnen haben.“

Haspo Bayreuth: Lehnard, Naglik – Schalk (1), Nicola (5), Baldauf, Herrmannsdörfer (3), Weiß (2), Rahn (2), Schmidt (2), Elschner (2), Klima, Meyer-Siebert (3), Y. Berghammer (3/1), Goeritz (2).

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Montag, 13. November 2017 - 11:06