Jetzt will EHC auch Playoff-Heimvorteil

„Wir haben eben nicht nur einzelne Spieler, sondern eine funktionierende und in den letzten Jahren zusammengewachsene Mannschaft“, beschreibt Habnitt das Erfolgsrezept. Mit welchem Willen und welcher Leidenschaft das Team zu Werke gehe, sei beeindruckend. So auch beim 1:0-Sieg in Ravensburg am Dienstag, der die Qualifikation für Pre-Playoffs (best of 3) sicherte (zum Spielbericht).

Auf dem Heimweg gab es deshalb eine kleine Feier im Bus. „Die große Party machen wir erst nach Saisonende, wir haben ja noch einiges vor“, sagt Habnitt. Er ist froh darüber, dass er das Saisonziel während der Spielzeit immer weiter nach oben verbessern musste. Erst Klassenerhalt, dann Pre-Playoff-Quali und nun Heimreicht in den Pre-Playoffs.

Tabellensiebter oder -achter müssen die Tigers dafür werden – und halten als aktueller Siebter alle Trümpfe in der Hand. Gelingen dem EHC Drei-Punkte-Siege gegen Bad Nauheim (Freitag) und in Frankfurt (Sonntag), dann kann kein Konkurrent mehr vorbeiziehen. „Aber was sollen wir spekulieren“, sagt Habnitt. „Wir sind bisher gut damit gefahren, von Spiel zu Spiel zu denken. Und jetzt wollen wir gegen Nauheim vor hoffentlich vielen Zuschauern Gas geben und den nächsten Schritt machen.“

Auch auf einen Lieblingsgegner in den Pre-Playoffs legt sich Habnitt nicht fest. Selbst dem Duell mit dem EHC Freiburg, dessen Spielweise den Tigers nicht sonderlich liegt, und das eine weite Auswärtsfahrt beinhalten würde, will der Teammanager nicht aus dem Weg gehen: „Ob Freiburg, Ravensburg, Riessersee oder Nauheim – uns ist egal, gegen wen wir spielen.“

Bietigheim steht als Hauptrundenmeister fest

Nach dem 50. von 52 Spieltagen steht der Hauptrundenmeister der DEL2 fest: Den Bietigheim Steelers ist der Titel nicht mehr zu nehmen. Der 5:3-Sieg des Spitzenreiters gegen den EHC Freiburg war auch Schützenhilfe für den EHC Bayreuth. Durch die Niederlage der Breisgauer, rückten die Tigers mit dem 1:0 in Ravensburg auf Platz sieben vor.

Die Freiburger stemmten sich nach einem frühen 0:2-Rückstand gegen die Niederlage und kamen bis auf 3:4 heran. Erst ein Treffer ins leere Tor brachte die Entscheidung.

Die Dresdner Eislöwen haben dank des 8:2-Kantersieges beim Tabellennachbarn Kassel weiter die Chance auf Platz drei. Von diesem Ergebnis profitieren auch die Löwen Frankfurt: Mit dem 5:2-Heimsieg gegen den SC Riessersee sicherten sie sich den Hauptrunden-Vizetitel. Zwischen den Oberbayern und dem am Dienstag spielfreien EC Bad Nauheim entscheidet sich, wer als letztes Team in die Pre-Playoffs einzieht und wer in die Playdowns muss.

Im Tabellenkeller machten die Heilbronner Falken positiv auf sich aufmerksam: In einer hart geführten Partie mit insgesamt 120 Strafminuten gelang ein 7:2-Kantersieg gegen die Eispiraten Crimmitschau, die als Schlusslicht in die Playdowns gehen werden. Auch der Sieg der Starbulls Rosenheim gegen die favorisierten Lausitzer Füchse fiel mit 6:2 deutlich aus. Die Rosenheimer haben den zwölften Platz und damit Heimrecht in der ersten Runde des Abstiegskampfs fast sicher.

Statistik des 50. Spieltags

Kassel Huskies – Dresdner Eislöwen 2:8 (1:3, 0:3, 1:2): 1:0 (3.) Hungerecker, 1:1 (3.) Hämäläinen, 1:2 (5.) Baum, 1:3 (15.) Rinkinen, 1:4 (21.) Garten, 1:5 (25.) Zauner, 1:6 (34.) Cook (5 gegen 4), 2:6 (46.) Carciola, 2:7 (56.) Rinkinen, 2:8 (59.) Zauner; Strafminuten: Kassel 14, Dresden 6; Zuschauer: 2883.

Löwen Frankfurt – SC Riessersee 5:2 (3:0, 0:1, 2:1): 1:0 (7.) Pistilli, 2:0 (16.) Tomassoni, 3:0 (19.) Reimer, 3:1 (28.) Wilhelm, 3:2 (47.) Beck (5 gegen 4), 4:2 (54.) Jarrett, 5:2 (60.) Reimer (5 gegen 6); Strafminuten: Frankfurt 6, Rosenheim 4; Zuschauer: 3261.

Heilbronner Falken – Eispiraten Crimmitschau 7:2 (2:1, 2:0, 3:1): 1:0 (1.) Kirsch, 1:1 (4.) Kabitzky, 2:1 (10.) Schwartz (4 gegen 5), 3:1 (22.) Kirsch, 4:1 (35.) Krüger (5 gegen 4), 5:1 (47.) Kirsch, 6:1 (48.) Krüger (5 gegen 4), 7:1 (58.) Stöber, 7:2 (60.) Halbauer (4 gegen 5); Strafminuten: Heilbronn 14 + 10 gegen Gelke + 10 gegen Harty + 10 gegen Kurz; Crimmitschau 26 + 10 gegen Pozivil + 10 gegen Tramm + 10 gegen Bucheli + 20 wegen Beschimpfung von Offiziellen; Zuschauer: 871.

Starbulls Rosenheim – Lausitzer Füchse 6:2 (2:1, 3:1, 1:0): 0:1 (3.) Mücke, 1:1 (8.) McNeely, 2:1 (14.) Lewis (5 gegen 4), 3:1 (25.) McNeely, 4:1 (26.) Kronthaler, 5:1 (37.) Scofield (5 gegen 4), 5:2 (38.) Palka (5 gegen 4), 6:2 (41.) Scofield; Strafminuten: Rosenheim 16, Weißwasser 22 + 10 gegen Swinnen + 10 gegen Mücke + 10 gegen Bohac; Zuschauer: 1898.

Bietigheim Steelers – EHC Freiburg 5:3 (2:1, 2:2, 1:0): 1:0 (4.) Schoofs, 2:0 (6.) Kelly (5 gegen 4), 2:1 (10.) Rießle, 3:1 (24.) Prommersberger, 4:1 (25.) McKnight, 4:2 (30.) Kunz, 4:3 (35.) Saccomani, 5:3 (60.) Schoofs (5 gegen 6); Strafminuten: Bietigheim 4, Freiburg 4 + 10 gegen Linsenmaier; Zuschauer: 3037.

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