Jeden Mittwoch sind E-Bike-Fahrer auf Tour

Manfred Tischer hat die Gruppe 2010 ins Leben gerufen. Er hatte sich ein Pedelec gekauft und erfuhr durch Zufall, dass eine Bekannte ebenfalls ein solches Zweirad fährt. „Am Anfang waren nur Ulrike Hartmann und ich unterwegs. Dann haben wir andere angesprochen“, erzählt der Auerbacher. Momentan gehören der Gruppe 15 E-Bike-Begeisterte an. Durchschnittlich zehn Freizeitsportler sind bei den Ausflügen dabei. Die oberste Maxime heißt „Es soll Spaß machen“. Die Gruppe passt ihr Tempo den langsameren Fahrern an, damit keiner überfordert wird.

Fahrradhelm ist Pflicht

Neben dem Spaß wird auch die Sicherheit nicht außer Acht gelassen. Das Tragen eines Fahrradhelms ist Pflicht, erklärt Marianne Seidler. Und auch auf das Tragen einer Warnweste wird Wert gelegt. Der erste und der letzte Fahrer sind entsprechend gekleidet. Wenn besonders viele Fahrer unterwegs sind, werden zwei Gruppen gebildet, damit das Überholen für nachfolgende Fahrzeuge einfacher ist.

Durchschnittlich 18 Stundenkilometer

Mit durchschnittlich 18 Stundenkilometern sind die Radfahrer unterwegs. Mit dem Quantensprung bei den Pedelecs, deren Technik und vor allem Akkuleistung in den vergangenen Jahren immer besser wurden, konnten auch längere Touren geplant werden. „Anfangs fuhren wir maximal 40 Kilometer“, erinnert sich Tischer. Jetzt können theoretisch an einem Nachmittag bis zu 70 Kilometer zurückgelegt werden. Und meist müssen die Akkus unterwegs gar nicht aufgeladen werden. In den Gaststätten, die während der Ausflüge besucht werden, gibt es den Strom bei Bedarf kostenlos.

Ausflugsziele und Touren

In einem kleinen Büchlein hat Manfred Tischer die möglichen Ausflugsziele und Touren notiert. Das Kloster in Speinshart gehört dazu ebenso wie die Schüttersmühle, der Rußweiher in Eschenbach, der Reuthof bei Betzenstein, Büchenbach, Egglofstein, Elbersberg, Leienfels, Pottenstein und Vorra. Nach Möglichkeit wird für die Heimfahrt eine andere Route gewählt als für die Hinfahrt, berichtet Tischer, der die Leitung der Gruppe mittlerweile an Anton Lord abgegeben hat.

Eine Altersgrenze gibt es nicht

Die Mehrheit der E-Biker – etwa zwei Drittel – ist aktuell weiblich. Und alle sind über 60, der älteste knapp 80 Jahre alt. Eine Altersgrenze gibt es für das gemeinsame Hobby aber nicht. Jeder neue Interessent ist willkommen. Die Gruppe trifft sich immer mittwochs um 13 Uhr am Edeka-Parkplatz zur Abfahrt. In der Mittwochsgruppe, die durchschnittlich 45 bis 55 Kilometer fährt, schätzen sie vor allem das Gemeinschaftserlebnis. „Wir sind eine gute Gruppe“, meint Tischer. Auch Seidler spricht von „guter Kameradschaft“.

Sportliche Betätigung auf dem Rad

Immer mehr Menschen steigen auf ein Pedelec um. Etwa die Hälfte der Fahrräder von Erwachsenen werden aktuell als E-Bikes gekauft, erklärte Stephan Westermayer von Radau kürzlich. Manfred Tischer stellt klar, dass auch ein Pedelec nicht von selbst fährt. Hört man auf zu treten, stellt auch der Motor seinen Vorschub ein. Er findet, dass die sportliche Betätigung auf dem Rad den Knien und Gelenken gut tut. Für Marianne Seidler ist es wichtig, beweglich zu sein und weitere Strecken fahren zu können ohne sich „groß plagen zu müssen“. Vor 20 Jahren wäre sie wohl noch mit dem normalen Fahrrad auf ähnlichen Strecken gefahren. Heute sorgt das E-Bike dafür, dass sie weiterhin mobil und an der frischen Luft unterwegs sein kann.

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