Jahresabschluss beim Schlusslicht

Acht Spieler könnten bei Haspo mit Verletzungen ausfallen. Und dennoch gehen die Oberfranken – vor einer Woche noch krasser Außenseiter – als klarer Favorit in ihr Gastspiel in der Nähe von Ulm (!).

Der TSV Niederraunau schaffte den Aufstieg aus der Landesliga Süd als Vizemeister hinter dem VfL Günzburg (aktuell Elfter der Bayernliga) souverän über die Relegationsrunde. Dem klaren 37:17 im Hinspiel gegen den Vizemeister der Landesliga Nord folgte im Rückspiel beim TV Münchberg ein 28:28-Unentschieden.

In der bayerischen Königsklasse tut sich der Neuling allerdings sehr schwer und stößt regelmäßig an seine Grenzen. Erst ein Saisonsieg (35:32 daheim gegen den HC Sulzbach-Rosenberg) ist ein klarer Beleg dafür, dass sich der TSV für den angestrebten Klassenerhalt wohl noch ordentlich strecken muss. Allerdings hagelte es für die bayerischen Schwaben auch nicht ständig deutliche Klatschen. Lediglich vier Mal, beim 19:29 in Anzing (7.), in eigener Halle gegen den aktuellen Tabellendritten Friedberg (25:31) sowie beim 26:34 in Lohr (12.) und zum Saisonauftakt beim 26:33 daheim gegen den TSV Unterhaching (9.), verlor Niederraunau mit mehr als fünf Toren Differenz.

Weil man im vorerst letzten Heimspiel der bislang stark aufspielenden TG Landshut (6.) beim 28:29 alles abverlangt hatte, zeigt sich Haspo-Trainer Michael Werner vor dem Gastspiel beim Aufsteiger gewarnt: „Wenn wir glauben, dass wir da mal schnell hinfahren und die Punkte einfach so mitnehmen, wird es für uns ein ganz böses Erwachen geben.“

Zuletzt Derby vor 1700 Zuschauern

Zwar verlor der TSV zuletzt vor 1700 (!) Zuschauern beim Nachbarrivalen VfL Günzburg (11.) mit 17:22, doch gerade in der eigenen, meist sehr gut besuchten und lauten Halle kann es für jeden Gast ungemütlich werden. Dass die Bayreuther zum Jahresabschluss ein heißer Tanz erwartet, lässt auch die Aussage von TSV-Kapitän und Spielmacher Michael Thalhofer, mit 44 Treffern zweitbester Werfer seiner Mannschaft, vermuten: „Wir werden noch einmal alles geben, wollen uns mit einer guten Leistung bei unseren Fans für die großartige Unterstützung bedanken.“ Wichtig wird daher auch sein, den im Derby in Günzburg so stark haltenden TSV-Torwart Maxi Jekle nicht warm zu werfen.

„Wir müssen zu unserer Einstellung aus dem Erlangen-Spiel finden“, fordert Werner, „nur wenn wir eine vergleichbar aggressive und lauffreudige Abwehr hinstellen, sollten wir keine Probleme bekommen.“

Haspo Bayreuth: Wittmann, Lehnard (?) – S. Berghammer, Goeritz, Hümpfer, Meyer-Siebert, Rahn, Nicola, Schöttner, Baldauf, Saborowski (?), Y. Berghammer, Tscheuschner.

Nicht bewertet

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