Ins Nachbarderby mit Personalproblemen

Und auch sonst scheinen die Rollen auf den ersten Blick klar verteilt: „Unsere Personalsituation hat sich immer noch nicht gebessert“, sagt der Altstädter Übungsleiter, der abermals auf zahlreiche Stammkräfte verletzungs- und urlaubsbedingt verzichten muss. „Gegen die Neudrossenfelder zu punkten, wird für uns ganz, ganz schwer. Denn sie bringen derzeit eine ganz andere Qualität als meine Mannschaft mit“, weiß Regn um die Stärken der Grün-Weißen. In der vergangenen Saison lagen die kleinen Altstädter gegen den TSV bereits 4:1 vorne, um dann noch mit einem 4:4 zufrieden sein zu müssen. „Mit einem Punkt könnte ich dieses Mal bestens leben“, sagt der Coach. Optimistisch stimmt ihn die jüngste Vorstellung seiner Truppe im Lichtenfelser Karl-Fleschutz-Stadion. Zwar ging die Partie mit 1:3 bei den nach wie vor zu Hause verlustpunktfreien Korbstädtern verloren, doch wäre ein Zähler durchaus möglich gewesen. An diese Vorstellung gilt es anzuknüpfen.

Auch die Grün-Weißen gehen personell am Stock

Allerdings ist auch bei den Neudrossenfeldern die Personallage angespannt. „Wir müssen nicht weniger als neun Spieler aus unserem Kader ersetzen“, sagt TSV-Trainer Werner Thomas. Zu den Ausfällen hinzu gesellt hat sich Luca Piga, der mit seiner Futsal-Mannschaft Jahn Regensburg derzeit Champions League in Schweden spielt. „Dennoch wollen wir natürlich versuchen, unsere gute Auswärtsbilanz weiter beizubehalten“, hofft Thomas auf weitere Zähler in der Fremde, von denen sein Team bereits zehn auf die Habenseite gebracht hat. Drei Siege und ein Remis stehen auswärts zu Buche – auf der anderen Seite mussten die Grün-Weißen am Weinberg bereits drei Niederlagen zulassen.

Eine Erklärung dafür hat Thomas nicht: „Ich weiß, dass meine Mannschaft das nicht absichtlich macht. Vielmehr wollen sie sich unseren Zuschauern immer besonders gut präsentieren. Vielleicht setzen sich meine Spieler viel zu sehr unter Druck.“ Zudem, sagt der Übungsleiter, kämen die Gegner nach Neudrossenfeld, um dort nicht unbedingt Hurrafußball zu spielen. „Gegen tief stehende Mannschaften tun wir uns mit unseren derzeitigen Mitteln einfach zu schwer.“

Ohne nominellen Stürmer

Ob den Neudrossenfeldern wie im Vorjahr vier Treffer auf der Jakobshöhe gelingen? „Wenn wir unseren etatmäßigen Angriff dabei hätten, wäre das sicherlich möglich gewesen, aber wir bestreiten die Partie ohne einen einzigen nominellen Stürmer“, lässt Thomas wissen. Sturmtank Louis Engelbrecht fällt drei Monate aus, weil er in Gran Canaria ein Auslandssemester einlegt. Stefan Kolb musste sich nach einer Bänderverletzung im Knöchel einer Operation unterziehen und muss gleichfalls pausieren. „Und Hannes Greef steht auch nicht zur Disposition.“ Der ehemalige Saaser weilt derzeit noch im Urlaub.

Kuriosum am Rande: Einen Großteil ihrer Heimspiele trägt die Regionalliga-Reserve bekanntlich auf dem Neudrossenfelder Kunstrasen aus. Dieses Mal geht es aber auf die Jakobshöhe. „Dieses Heimspiel wollten wir uns nicht nehmen lassen“, sagt der Bayreuther Teammanager Karsten Kamper und erntet dafür auch Verständnis von Werner Thomas: „Natürlich wollen sie in diesem Derby auch die Einnahmen für sich. Und ein wenig dürften die Altstädter von den schlechten Platzverhältnissen profitieren. Aber wir werden den Kampf annehmen!“

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06