Innenstadt bald über Badstraße erreichbar

Nach einem Treffen von Vertretern der Polizei, Rettungsdiensten, Bauämtern, der Bauleitung, der Sana Klinik und Geschäftsleuten im Rathaus konnte Bürgermeister Uwe Raab (SPD) eine Lösung verkünden, die vielleicht nicht allen gefällt, auf die man sich jedoch einigen konnte. Heraus kam ein Kompromiss, mit dem alle leben können, auch wenn zuvor ganz unterschiedliche Alternativen auf dem Tisch lagen.

Rund 15.000 Fahrzeuge

Es sind laut Bauamtsleiter Manfred Kohl im Durchschnitt rund 15.000 Fahrzeuge, die täglich auf der Bundesstraße in beiden Richtungen unterwegs sind. Diese Fahrzeuge müssen vom 31. Juli bis zum 11. September auf einen anderen Weg durch Pegnitz gelotst werden. In diesem Zeitraum wird die Bundesstraße vom Kreisverkehr am WIV-Center bis zur Heinrich-Bauer-Straße gesperrt.

Notfalleinsätze

Die Geschäftsführerin der Sana Klinik, Petra-Marié Rinsche, hatte im Vorfeld Bedenken geäußert, ob das Krankenhaus bei Notfalleinsätzen noch schnell erreichbar sein werde. „Das Krankenhaus kann während der Vollsperrung von Osten, Westen und Norden angefahren werden, nur aus Süden über die Bundesstraße nicht“, so Raab. Die Umleitung führt über die Alte Poststraße, Pestalozzistraße, Heinrich-Bauer-Straße zur Sana Klinik. Am Fuße der Alten Poststraße (Autohaus Kotzbauer) wird die Umleitung ausgeschildert.

Ein paar Schritte laufen

Über die Heinrich-Bauer-Straße kann der Wiesweiherparkplatz angefahren werden, sodass die rund 20 Geschäfte, Dienstleister, Ärzte und Gastronomie für ihre Kunden erreichbar sind, auch wenn diese dann ein paar Schritte laufen müssen, um ihre Einkäufe zu tätigen. Von der Heinrich-Bauer-Straße kann in dieser Zeit auch nach links Richtung Innenstadt abgebogen werden. Denn die Zufahrt am Fuße des Schlossbergs bleibt – natürlich auch für jene Fahrzeuge aus Richtung Bayreuth. Auf der anderen Seite der Innenstadt ist die Karmühlkreuzung der Dreh- und Angelpunkt.

Drei Alternativen

Denn der überörtliche Verkehr wird vom Kreisverkehr über die Galgengasse, den Alten Graben und die Schlossstraße auf diese Kreuzung gelenkt. Von dort geht es weiter über die Bahnhofstraße und Guyancourtbrücke auf die Bundesstraße. Es galt deshalb eine Lösung zu finden, dass der Verkehr so über die Karmühlkreuzung geleitet wird, dass er dort nicht zusammenbricht und die Innenstadt nicht abgehängt wird. Die Experten diskutierten im Rathaus drei Alternativen.

Der erste Vorschlag: Bäckermeister Heinrich Pflaum regte an, einen Kreisverkehr von der Schlossstraße über den Sparkassenparkplatz zur Bahnhofstraße und zurück zur Schlossstraße einzurichten. „Eine charmante Lösung, die höchstens für den Pkw-Verkehr Sinn macht“, so Bürgermeister Raab. Der Kurvenradius für Lkw sei zu gering, zudem sei der Parkplatz, unter dem sich ein Regenüberlaufbecken befindet, statisch nicht für Lastwagen ausgelegt.

Der zweite Vorschlag: Der Arbeitskreis „Unser Pegnitz“ schlug vor, das Linksabbiegen von der Schloßstraße in die Hauptstraße zu erlauben. Die Ampelschaltung sollte so angepasst werden, dass beim Linksabbiegen kein Gegenverkehr herrscht. „Die Erfahrungen haben gezeigt, dass dies zu erheblichen Rückstaus bis zur Galgengasse führt“, so Raab. Und da während der Vollsperrung tausende von Fahrzeugen dazukommen, wäre ein Stau wahrscheinlich noch länger. Zudem fehle eine Linksabbiegespur.

Der dritte Vorschlag: Letztlich einigte sich die Runde einvernehmlich auf Lösung drei – ein großer Kreisverkehr. Der Verkehr wird dabei von der Schlossstraße zum Bahnhofsteig geführt. Die Linksabbiegespur auf der Bahnhofstraße wird verlängert. Über den Pep-Parkplatz geht es zur Badstraße und von dort zurück zur Karmühlkreuzung. Von hier können die Autos rechts in die Innenstadt abbiegen. Das Linksabbiegen in die Badstraße ist nicht mehr möglich, ebenso das Linksabbiegen vom Bahnhofsteig. Ein Handicap sei die ASV-Zeltkirchweih. „Das Bierzelt muss eventuell auf den Parkplatz beim Dänischen Bettenlager verlegt werden.“

Nicht bewertet

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