Ice Dogs bezwingen auch EHF Passau

Bei heftigen Regnschauern und dementsprechend widrigen Bedingungen fanden die Black Hawks aus Passau besser in die Partie, sie wirkten äußerst konzentriert, bauten aus der Abwehr heraus klug auf und setzten die Ice Dogs anfangs enorm unter Druck. Während Maximilian Müller im EVP-Gehäuse mehrfach klären musste, wurde Patrick Vetter auf der Gegenseite kaum geprüft. Aber die Pegnitzer Abwehr hielt selbst einem Powerplay der Donaustädter stand.

Erste gefährliche Schüsse auf das EHF-Gehäuse feuerten Aleksandrs Kercs und Florian Müller ab. Dies schien die Ice Dogs wachzurütteln, denn in der Folge gaben sie in dem unspektakulären ersten Drittel einen mindestens gleichwertigen Gegner ab. Mehr noch: Sergej Hausauer (16.) hätte sein Team sogar in Führung schießen können, aber er brachte den Puck freistehend nicht im Tor unter.

Robert Fritsche mit dem 1:1

Den Torreigen des Mitteldrittels eröffneten die Gäste gleich zu Beginn. Es dauerte bis zur 28. Minute, ehe sich die Ice Dogs wieder etwas gefangen hatten. Zunächst scheiterte Kercs noch bei einem Sololauf am Torwart, doch als die Gäste kurz darauf eine Strafe erhielten, erzielte Robert Fritsche nach nur 52 Sekunden Powerplay den Ausgleich.

Nun wogte das Spiel hin und her: Als die Ice Dogs den Puck nicht aus der Gefahrenzone brachten, legten die Gäste aus Passau erneut vor. Diesmal brauchte es nur 47 Sekunden, bis Markus Schwindl nach sehenswerter Hausauer-Vorbeit egalisierte. Bei einer angezeigten Strafe gegen Pegnitz waren die Niederbayern dann erneut erfolgreich. Diesmal hatte Kercs die Antwort parat. Er tankte sich durch die EHF-Abwehr – 3:3.

EVP enorm motiviert im Schlussabschnitt

Mit diesem späten Tor im Rücken startete Pegnitz enorm motiviert in den Schlussabschnitt und schnürte die Gäste regelrecht ein. Der Lohn war die erstmalige Führung durch Oleg Seibel, die Stefan Hagen knapp vier Minuten später in Überzahl sogar auf 5:3 ausbaute. Auch als Pegnitz anschließend zwei Strafen in Serie kassierte, blieben die Ice Dogs am Drücker.

Nachdem sich Gästetorhüter Vatter bei einer 5:3-Überzahl des EVP das vorentscheidende 6:3 durch Kercs eingefangen hatte, machte er entnervt Michael Henghuber Platz. Passau kam zwar noch zum 6:4 und setzte in den Schlussminuten mit der Herausnahme des Torwarts alles auf eine Karte, konnte die Niederlage aber nicht mehr verhindern.

Begeistert war der Pegnitzer Co-Trainer Marco Zimmer: „Wir haben bewusst defensiv begonnen und uns dann bis zuletzt ständig gesteigert. Nicht nur Sergej Hausauer, der neben David Vokaty zum Spieler des Abends gekürt wurde, sondern das gesamte Team verdient ein Sonderlob.“

Nicht bewertet

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