Hund mit Schlagfalle schwer verletzt

Dieses Gassigehen endete grausam für den kleinen Jack. Der knapp vierjährige Malinois-Mischling ging mit seinem Frauchen Bianca Schimmel aus dem Haus auf seine Tour im Teufelsgraben. Wie immer rannte er los in dem Wäldchen, das auf dem Weg nach Eckersdorf liegt. Und kam und kam nicht mehr.

Der Kleine klettert ab und an mal gerne über einen Zaun, sagt Stefanie Okelmann (49),  eine Freundin der Familie. „Aber normal bleibt er nicht lange weg“, sagt sie. Nach spätestens fünf Minuten sei er wieder zurück.

Diesmal dauerte es länger, fast eine halbe Stunde musste Frauchen warten – und er kam schwer verletzt: Er war in eine grausame – und verbotene – Schlagfalle geraten. Sofort kam das Tier in die Tierklinik nach Eckersdorf. Die Veterinär-Mediziner entfernten die Falle. Der Mittelfußknochen war gebrochen und die Pfote komplett gequetscht, eine Operation nötig.

Jetzt hat Jack eine dick eingepackte Pfote, aber kann sie wenigstens behalten. Gefährlich ist die Quetschung durch die Falle, denn sie kann Gefäße abtöten, was nicht der Fall ist bei Jack. Es werde, so Okelmann, alles wieder gut.

Gegen 13 Uhr erstattete Frauchen eine Anzeige. Die Polizei ermittelt – und warnt Hundebesitzer vor allem im Bereich Teufelsgraben, da nicht klar ist, wo die Falle lag – ob auf dem Weg, im Wald oder auf der großen Wiese.

Ein Polizei-Hundeführer der operativen Ergänzungsdienste Bayreuth habe die Ermittlungen aufgenommen, so Polizeisprecher Jürgen Stadter.

Hinweise oder Erkenntnisse zu weiteren derartigen Tierfallen werden unter der Tel.-Nr. 0921/506-2130 entgegengenommen.

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Kommentare

Da wird einem Angst und Bange was für kranke Vollpfosten da draußen rumlaufen. Ich persönlich würde eine entsprechende Belohnung auf Hinweise zum Fallensteller ausloben. Dem "Wilderer" würde ich gerne mal persönlich begegnen! Dem Hund wünsche ich das er wieder ganz gesund wird!
Kranke die sowas machen. Giftköder auslegen und jetzt noch eine Schlagfalle. Da können auch kleine Kinder drauftreten . Belohnung aussetzen für diese Verbrecher und nicht für "Sachbeschädigung" anklagen, denn Tiere sind ja "Sachen". Sollten diese "Kranken" doch selbst ausprobieren ob`s schmerzt!