Hubert Adam geht, Fachberatung bleibt

Details dazu gab es bei der Kreisversammlung in der Schulaula in Weidenberg noch keine, wohl aber viel Schulterklopfen von einem "stolzen Mitglied der Gartenfamilie." Hübner bezeichnet die 32 Vereine mit über 4000 Mitgliedern als Aktivposten, als "das grüne Gewissen in den Orten." Gartenbau liege im Trend, "das ist ein neuer Lebensstil", den auch viele Junge jetzt wieder ausprobieren. Wie wichtig die Arbeit der Gartenbauvereine sei wisse er nur zu gut als ein "mit großem Garten und zu wenig Zeit Gesegneter." Gut sei der Kontakt auch zu den Hauptnaturschützern, und damit meint Hübner nicht die Untere Naturschutzbehörde, sondern die Landwirte. 

So könnte es in Bayreuth laufen:

Wer in Bayreuth in die Fußstapfen von Hubert Adam tritt, weiß man noch nicht. Hübner: "Im April wird die Stelle ausgeschrieben und zeitnah im Sommer besetzt." Dem Sparkonzept geschuldet ist die Idee, zwei Stellen miteinander zu verknüpfen. Die Stelle des Biologen Nikolaus Lange, bisher zuständig für das Naturschutz- und Umweltprogramm des Landkreises, wird nach dessen Ausscheiden nicht mehr besetzt. Diese Arbeit, in erster Linie Biotoppflege, geht über auf die beiden Landschaftspflegeverbände in Weidenberg und in der Fränkischen Schweiz/Pegnitz. Fast alle Gemeinden haben sich dem Konzept, das vom Landkreis finanziert wird, angeschlossen. Eigene Naturschutzprojekte werden reduziert. Was bleibt sind die Blühwiesen, von Gudrun Brendel-Fischer initiiert. "Das passt auch gut, beides miteinander zu vernetzen," ist Hübner überzeugt. Aus drei werden somit zwei Stellen und das sei auch vor dem Personalausschuss vertretbar. "Das ist mein Spagat."  

Fortgesetzt werde die Arbeit der Kreisgartenfachberatung, "aber mit anderen Schwerpunkten." Eine erste Entlastung habe sich bereits vor einigen Jahren ergeben, denn der Ortsverschönerungswettbewerb werde nur noch im zweijährigen Turnus ausgeschrieben. Heuer mit dem Schwerpunkt Gewässer im Ort. Außerdem baut Hübner auch auf das ehrenamtliche Engagement durch die Obst- und Gartenbauvereine von denen die Anstöße und Ideen kommen. "Das ist enorm wichtig. Unsere Dörfer haben in den letzten Jahren sehr gewonnen." Weitere Schwerpunkte, die es bisher gab: Tag der offenen Gartentür, Gartenpflegerausbildung, Kreislehrfahrt, Obstausstellung.

Vor der Debatte im Personalausschuss ist Hübner nicht bange. "Wir brauchen einen vielseitig einsetzbaren Fachberater." Günter Dörfler, Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege, stärkt ihm den Rücken: "Ohne Kreisfachberater könnte ich nicht weitermachen." Es habe aber nicht wenig Bedenkenträger beim Landesverband gegeben, die dachten, ab Oktober wird der Kreisgartenfachberater in Bayreuth abgeschafft.         

So läuft es in Wunsiedel:

Wie sich manches ändert unter dem strengen Diktat des Sparens hat sich in Wunsiedel bereits gezeigt. Einfach war es nicht nach dem Weggang von Christian Kreipe, der "eine sehr kompakte Aufgabenstellung hatte", wie es Christa Marx, die Leiterin der Personalverwaltung im Landratsamt beschreibt. Kreipe sei zuständig gewesen für Sportaußenanlagen, für die Kreisgartenfachberatung, habe die Geschäftsstelle des Naturparks geleitet und den Kontakt zu den Gartenbauvereinen gepflegt. Ein Multitalent. Nach seinem Weggang im Januar letzten Jahres wurde hausintern vieles umgestellt. Für die Außenanlagen sei jetzt der Fachbereich Gebäudemanagement zuständig, erklärt Marx. Und für die Naturpark-Leitung habe man eine halbe Stelle geschaffen ebenso wie für die Kreisgartenfachberatung. Claudia Büttner arbeitet sich in das Thema ein.

 

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