Hohlmeier gegen den Rest der Welt

Bis auf wenige Ausnahmen – eigentlich nur Winfried Kretschmann und Boris Palmer – sei mit denen kein Staat zu machen. Ideologen halt, die „mächtig auf den Keks gehen“. Mit ihrem für einen fleischlosen Montag werbenden Paul McCartney, der ja ein ganz passabler Musiker sei, aber mit Sicherheit kein Vorbild in Ernährungsfragen. Und obwohl sie eine „sehr gesunde Einstellung gegen die Grünen“ habe, hätten die mit ihr, Hohlmeier, also der CSU, über eine Jamaika-Koalition verhandeln wollen. Die FDP nicht.

Womit wir beim Nächsten wären, den Hohlmeier nicht recht leiden kann: Christian Lindner. Obwohl: Eigentlich möge sie ihn ja, es sei nur „gnadenlos schlecht, wenn einer so viel Angst vor Merkel hat.“ Würden alle „Lindnern“, also besser in keine Regierung eintreten als in eine schlechte, wie es der FDP-Chef nennt, dann hätte auch Biathletin Laura Dahlmeier in Pyeongchang vor lauter Angst, den Erwartungen der Journalisten nicht zu entsprechen, nicht antreten dürfen. So habe sie aber zwei Goldmedaillen im Schrank.

Von einem Chaos-Club zum nächsten

Bleibt also nur noch die Koalition mit der SPD, „dem nächsten Chaos-Club“, „ganz ein komischer Verein“. Deren Zustand gebe Anlass zur Sorge, nicht zur Genugtuung. Und mit Sozialdemokraten zu regieren sei leider immer mit Geldausgeben verbunden. „Die können das halt nicht anders.“

Und als wäre das alles nicht genug, treiben sich da außen auch noch diese „Dreckskerle und Drecksfrauen“ herum, also Kinderschänder, die nur deshalb nicht längst weggesperrt seien, weil ihre Spuren im Internet wegen des Grundgesetzes nicht gespeichert werden dürften. Das „kotzt“ sie so richtig an. Und diese salafistischen Moscheen, die Rotgrün unter Multikulti verbuche, seien Vereine, die einer nach dem anderen verboten gehöre. Beinahe so, wie diese Typen, die mit „Riesenhund“ in ihrer kleinen Wohnung säßen und mit dem Finger auf die Landwirtschaft zeigten.

Zum Glück gibt es die Christsozialen. Die einzigen, die auf allen politischen Ebenen vertreten seien. Und wegen derer „Regentschaft“ zumindest in Bayern die Welt noch in Ordnung ist.

Nicht bewertet

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Kommentare

Hat Hohlmeier auch was sinnvolles gesagt.
Es ist doch eine Schwäche nur auf den politischen Gegnern herumzutrampeln.
Hat sie über Probleme gesprochen die den Menschen auf den Nägeln brennen.
Laut diesen Pressebericht NEIN!!!
Arme CSU die mit den Notnagel Hohlmeier zufrieden sein muß.
Ähm, nurmitmir hat aber schon den Sinn des politischen Aschermittwochs verstanden?! - Mit dem politischen Gegner abrechen. Oder hab ich da was falsch verstanden? Mag ja oft sinnfrei sein, aber ist eben so.
Abgesehen davon, dass der politische Aschermittwoch inhaltlich gesehen fragwürdig ist - auch wenn ich alles andere als Hohlmeier-Fan bin, mit vielem was sie laut Artikel gesagt hat, hat sie recht. Leider.
Politische Presse halt. Man muss zum Vergleich mal den Artikel über die Grünen lesen. Kurier ist zu einem linken Kampfblatt verkommen.
Stimmt! Eindrucksvoller Beweis für diese einleuchtende These ist zum Beispiel die aktuelle und so ausufernde wie unkritische Berichterstattung über den Ex-CSU-Gemeinderat aus dem Landkreis, der wegen seiner Merkel- und Zensur-Verschwörungstheorien seiner Partei den Rücken kehrt. Ein linkes Kampfblatt, dieser Kurier, keine Frage.
Eine sehr subjektive Wahrnehmung sag ich jetzt mal, lieber willnk. ;) Nichtsdestotrotz freut es mich (kein Spaß), wenn unsere Berichterstattung polarisiert und die Leser dazu anregt, ihre Meinung zu sagen.
Die Strategie der CSU zu Landtagswahl wird immer deutlicher. Man kann von der AfD Wählerstimmen zurückholen, wenn man deren politisches Konzept übernimmt, alle anderen Parteien zu diffamieren. Gegen alles und jeden ist das (ungeschriebene) Parteiprogramm der AfD und genau so hört sich der Auftritt einer Monika Hohlmeier und anderer Parteikollegen der CSU an. Wobei das tollste ist, dass natürlich die Kanzlerin und deren Mitstreiter in der CDU auch zu den Gegnern zählen, das zwischendurch nur durch ein Stillhalteabkommen für die Bundestagswahlen unterbrochen wurde. Es wird nicht mehr lange dauern und die alten Feindbilder werden für den Landtagswahlkampf wieder aufgewärmt: Kanzlerin Merkel muss weg! Sie bringt unserem Land nur Unglück.
Wie lange regiert eigentlich die CSU in Bayern?