Hochwasserschutz für Gewerbegebiet

 Die angrenzenden Firmen sollen künftig vor Überflutungen sicher sein. Im Vorfeld sind 70 Bäume gefällt worden. Der Zulauf des Mühlkanals wurde am Stauwehr von fünf Kubikmeter pro Sekunde auf 0,5 Kubikmeter gedrosselt. Quersperren stauen das Wasser im Bereich der Innenstadt. Die Barrieren sollen verhindern, dass der Grundwasserspiegel zu stark sinkt und Häuser beschädigt werden. Die erste Mauer zwischen E.-C.-Baumann-Straße und B 289 ist im Juli fertig. Die zweite Baukolonne arbeitet in dem Bereich zwischen E.-C.-Baumann-Straße und Bahnlinie.

Kosten von etwa fünf Millionen Euro

"Wir rechnen mit Kosten von etwa fünf Millionen Euro", sagt der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Hof. Zu Beginn der Planung war von 5,4 Millionen Euro die Rede. Es sei aber durchaus denkbar, dass der finanzielle Aufwand sogar noch weiter sinken wird. Für den Großteil der Investitionssumme kommen der Freistaat Bayern und die Europäische Union auf. Die Stadt Kulmbach muss die Hälfte der Kosten tragen, die der Verbesserung des Hochwasserschutzes dienen. Das bedeutet einen Eigenanteil für die Stadt in Höhe von 69 000 Euro sowie in den kommenden Jahren zusätzlich 200 000 Euro für den Unterhalt des Pumpwerks und der Sickerleitung.

Eine technische Herausforderung

"Insgesamt kostet uns das nicht viel", sagt Oberbürgermeister Schramm. Die Stadt werde in einem ähnlichen Umfang finanziell belastet wie beim Umbau der Flutmulde des Weißen Mains. Der Hochwasserschutz steht dort bereits, die Baustelle nähert sich dem Ende. "Mit dem Hochwasserschutz am Mühlkanal wollen wir in diesem Jahr fertig werden", sagt Wasserwirtschaftsamtsleiter Strehler. "Es wird auf jeden Fall eine technische Herausforderung." Von einem "Glücksfall für Kulmbach" spricht Landrat Klaus Peter Söllner. Die Hochwasserkatastrophe von 2006 dürfe sich nicht wiederholen, fordern Söllner und Schramm.

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