Hilfe für Jung, Alt und Natur

Die Geschichte begann 2009 mit einem Workshop zum Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept, erzählt Kränzlein. Es ging darum, wie es mit dem Gelände der Jugendherberge, die schon seit Jahren leer stand, weitergehen soll. „Es entstand die Fünfer-Bande“, sagt er lachend. Heißt, Kränzlein, Dr. Klaus Dieter Preis, Gerhard Grün, Rainer Polster und Rudolf Dursch schlossen sich zu einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts zusammen. Sie begannen Kaufverhandlungen mit dem Jugendherbergswerk München. „Wir wollten, dass ein Sozialzentrum, Arztpraxen oder Seniorenwohnungen auf dem Gelände entstehen“, sagt Kränzlein. 2013 konnten sie die Jugendherberge, die auf einem rund 3500 Quadratmeter großen Gelände lag, für einen Euro kaufen.

Interesse am Gelände

Danach wurde ein Investor gesucht, mit sozialen Einrichtungen und Architekten gesprochen, um ein nachhaltiges Konzept zu erarbeiten. Es gab von einem Investor Interesse an dem Gelände, der dort für das BRK Forchheim ein Seniorenheim – als Ersatz für das stillzulegende Pflegeheim in Behringersmühle – errichten wollte. Die Gesellschaft entschloss sich, ihm das Gelände für 150 000 Euro zu verkaufen. Im Februar 2015 gründeten die fünf Gesellschafter dann den gemeinnützigen Verein „Zukunft Gößweinstein“, an den sie das Gelände für 30 000 Euro verkauften. Mit diesem Geld wurde den Gesellschaftern die Einlage von je 5000 Euro zurückgezahlt. Der Verein verkaufte dann das Grundstück an den Investor. Ende vergangenen Jahres ging die letzte Rate des Verkaufspreises ein. „Wir verfügen somit über ein Vereinsvermögen von 120 000 Euro“, so Kränzlein weiter.

Finanzielle Unterstützung

Im vergangenen Monat wurden deshalb Vereine und Einrichtungen eingeladen, die ihre Anliegen für eine mögliche Förderung vortrugen. Und nun hat sich der Vorstand entschlossen, unter anderem den Helfern vor Ort 2300 Euro zukommen zu lassen. Außerdem erhält die Jugendabteilung des FC Wichsenstein 2200 Euro, um zwei Kleinfeldtore zu kaufen, der SV Gößweinstein einen Zuschuss zu einer Investitionsmaßnahme für den Jugendraum und sanitäre Anlagen und der Faschingsverein Narrenkübel 2000 Euro für die Anschaffung von Gardekostümen für die Jugendlichen. 1500 Euro gehen an den Musikverein zur Anschaffung von Instrumenten, an die Feuerwehr Gößweinstein 750 Euro zur Unterstützung der Bambinifeuerwehr bei der Durchführung von Gemeinschaftsveranstaltungen, die aber auch für Nicht-Feuerwehrmitglieder offen sind. Offen ist noch der Förderbetrag für den Förderverein Höhenschwimmbad. Er wird bei der Erneuerung des Beckenbodens finanziell unterstützt.

Telematik-System fürs Einsatzfahrzeug

„Wir werden von dem Geld ein Telematik-System für unser Einsatzfahrzeug anschaffen“, sagt Daniel Lahner, stellvertretender HvO-Bereitschaftsleiter. Mit dem Gerät werden mittels GPS die genauen Einsatzkoordinaten und der Einsatzgrund übermittelt. „Das erleichtert uns die Arbeit“, sagt Lehner, denn beispielsweise in Wichsenstein, Bieberbach und Geschwand schickt jedes Navi den Fahrer zur Kirche. Egal, welche Adresse eingegeben wird. Rund 50 Einsätze hat die Gößweinsteiner HvO-Bereitschaft, die seit 2013 besteht, im Jahr. „Meist sind es internistische Notfälle, sagt Lahner. Zurzeit hat man 20 aktive Mitglieder.

„Wir haben uns für die Helfer vor Ort entschieden, weil hier mit ehrenamtlichem Einsatz Dienst am Nächsten geleistet wird“, sagt Kränzlein. So etwas müsse unterstützt werden.

Info: Der Förderverein „Zukunft Gößweinstein“ hat über 50 Mitglieder. Der Jahresbeitrag liegt bei 20 Euro. Weiter Infos bei Vorsitzendem Jürgen Kränzlein unter j-kraenzlein@t-online.de.

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