Heute und morgen entscheidet sich, wer neuer Universitäts-Präsident wird

Wichtigster Punkt dabei: Wo setzt jeder der drei Bewerber seine Schwerpunkte bei der Weiterentwicklung der Universität Bayreuth? Eine Nacht schlafen die Entscheider dann noch drüber. Und am Mittwoch wird feststehen, wer neuer Chef der Universität Bayreuth ist.

Nichts ist zufällig

Der Tag heute, der Tag vor der Präsidentenwahl, folgt einer exakten Choreographie. Um 12.30 Uhr beginnt die für Studenten und Uni-Beschäftigte öffentliche Informationsveranstaltung. Zuerst spricht Ingenieurwissenschaftler Brüggemann, dann Jurist Leible, als Dritter der Biochemiker Seckler. Noch nicht mal diese Abfolge ist zufällig, die Kandidaten treten in alphabetischer „und nicht gewichteter Reihenfolge“ an. Bis 16 Uhr dauert die Vorstellung, dann haben die Mitglieder des Senats und des Hochschulrates exakt 90 Minuten Zeit, ihre Antennen auf Empfang zu stellen. In dieser Zeit orten sie die Stimmungslage, besprechen die Auftritte der Bewerber mit Universitätsangehörigen, die nicht den beiden Entscheidungsgremien angehören und deshalb auch nicht wählen dürfen. Am Abend dann schließen sich die Türen noch einmal. Intern beraten die Mitglieder des Hochschulrates und des Senats, wer von den Dreien denn nun wirklich der Richtige ist.

Fast wie beim Konklave

Offiziell gewählt wird am Mittwochmorgen – und auch dieses Verfahren hat ein bisschen was von der Umständlichkeit einer Papstwahl. Die Wahl findet in einer gemeinsamen Sitzung von Hochschulrat und Senat ab. Beide Gremien aber wählen getrennt und geheim. Neuer Präsident ist der Kandidat, der die Mehrheit der Stimmen sowohl im Senat als auch im Hochschulrat auf sich vereinigt. Sollte das in zwei Wahlgängen keinem der Bewerber gelingen, wird in einem dritten Wahlgang nur noch der Hochschulrat mit Mehrheit entscheiden. Eine Stichwahl wird es also nicht geben, das schließt die Grundordnung der Universität Bayreuth aus.

Genauer Ausgang nicht öffentlich

Um 14 Uhr dann soll die Öffentlichkeit erfahren, wer neuer Universitätspräsident wird. Der Vorsitzende des Hochschulrates, Stephan Bieri, der stellvertretende Senatsvorsitzende, Christoph Bochinger, und Universitätskanzler Markus Zanner werden den Namen bekanntgeben – und möglicherweise nicht sehr viel mehr verraten. Kurier-Informationen zufolge soll der genaue Ausgang der Wahlen und vor allem die Stimmenverteilung nicht öffentlich bekannt gemacht werden. Damit wolle man den Ruf der beiden unterlegenen Kandidaten wahren, ihrem Renommee keinen Schaden zufügen. Das hat System bei der Universität Bayreuth, die während des gesamten Auswahlverfahrens akribisch auf Diskretion bedacht war. Die Namen der sechs anderen Bewerber, die sich neben den drei Endrunden-Kandidaten für den Präsidentenposten interessiert hatten, sind nie veröffentlicht worden.


Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Dienstagsausgabe (4. Juni) Des Kuriers.

Grafik: Frankenberger

Nicht bewertet

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Kommentare

Das entscheidet sich nicht "heute", sondern erst morgen. warum schreibt der KURIER nicht "am Mittwoch"?