Herber Rückschlag für EV Pegnitz

Dabei war der Start der Gastgeber, die bis auf Stefan Ramoser komplett aufgelaufen waren, vor 250 Zuschauern durchaus vielversprechend. Mit schnellem, direktem Spiel wurde die Wanderers unter Druck gesetzt, und das führte auch schnell zum Erfolg: Sergej Hausauer, der später zum Spieler des Abends gewählt wurde, erzielte gegen die Paradereihe der Gäste den zu diesem Zeitpunkt hoch verdienten Führungstreffer.

Einfacher wurde dadurch das Spiel für den EVP freilich nicht. Zum einen erhöhte Germering sofort seinerseits den Druck, zum andern verfielen die Ice Dogs rund um das eigene Tor wieder in Schönspielerei, anstatt den Puck schnell aus der Gefahrenzone zu befördern. Auch eine Strafzeit gegen die Oberbayern brachte nicht viel Entlastung, weil nur ein Pfostenschuss gelang. So schwach das Powerplay war, so stark präsentierte sich Pegnitz kurz darauf in Unterzahl, als Markus Schwindl zwei Minuten schmoren musste. Florian Müller und seine Mannen drängten die Wanderers vorübergehend in deren Drittel und ließen ihnen nicht eine Chance. In der Folge häuften sich bei Germering die Nick-lichkeiten, Fouls und Provokationen, insbesondere von Martin Pfohmann, Martin Dürr und Quirin Reichel. Doch selbst aus einer 5:3-Überzahl konnten die Gastgeber kein Kapital schlagen.

Im Mitteldrittel nahm das Match weiter Fahrt auf, was aber jetzt vor allem an Germering lag. Kaum hatte Markus Schwindl eine Konterchance ausgelassen, gelang den Wanderers der Ausgleich. Die Ice Dogs konnten zwar eineinhalb Minuten später nach nur 22 Sekunden Powerplay durch Nikolai Pleger erneut vorlegen, doch das änderte nichts daran, dass zunehmend die Gäste das Geschehen bestimmten.

Entscheidung schon Mitte des Spiels

Pegnitz überstand zwar mit eindrucksvollem Einsatz eine Strafzeit gegen Johannes Runge, aber kurz darauf fiel doch der Ausgleich. Und damit nicht genug: Die Münchner Vorstädter gingen Mitte des Spiels sogar in Führung. „Im zweiten Drittel haben wir unsere Linie und somit auch das Spiel verloren“, sagte EVP-Trainer Vaclav Drobny später.

Jetzt wurde auf beiden Seiten mit harten Bandagen gekämpft, auf den Strafbänken herrschte reger Betrieb. Am härtesten traf es Florian Zeilmann, der zwei plus zehn Minuten wegen eines Checks von hinten kassierte. Das zwang Drobny ebenso zu Umstellungen, wie der Ausfall von Verteidiger Marco Zimmer wegen einer Knieverletzung.

Im Schlussdrittel hatten die Gastgeber zunehmend Mühe, sich aus der Umklammerung zu befreien. Daran änderte sich auch nichts, als Drobny zunächst auf zwei und in der Schlussphase sogar auf eine Reihe reduzierte und in der letzten Minute Torwart Maximilian Müller zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahm. Chancen gab es bis zuletzt für den EVP, doch sie wurden alle vergeben.

Tore: 1:0 (7.) Hausauer (Marsall), 1:1 (22.) Czaika (May – 4 gegen 4), 2:1 (23.) Pleger (Hausauer, Marsall – 5 gegen 4), 2:2 (26.) Dürr (Pfohmann, May), 2:3 (31.) Dosch.

Strafminuten: Pegnitz 20, Germering 24.

Nicht bewertet