Helmut Bencker neuer Schulleiter

Es war alles andere als Zufall, dass Helmut Bencker die Schulleitung der Grundschule Betzenstein/Plech übernommen hat. „Ich habe mit ganz bewusst diese Schule ausgesucht“, sagte der 56-Jährige vor kurzem bei seiner Amtseinführung. Sie liegt ihm, die kleine Schule mit den ersten beiden Klassen in Plech und der 3. und 4. Klasse in Betzenstein.

Familiäre Atmosphäre

Nicht nur wegen ihrer Überschaubarkeit, sondern wegen der „familiären Atmosphäre“ die sich daraus ergibt, wegen „dem tollen Team und der guten Lehrer und der netten Kinder“. Und wegen des Gesamtprofils: Das weist nämlich nicht nur verschiedene Aktivitäten während das ganzen Schuljahres auf, die die Schulgemeinschaft stärken, sondern etwas, worauf Bencker besonderen Wert legt: Musikalität. „Das sind Dinge, die mir vertraut sind“.

Lehrer in der Schule von Lichtenau

Auch die Größe der Schule kennt er. Er hat viele Jahre lang an einer ähnlich kleinen Schule in Lichtenau unterrichtet. Benckers Leidenschaft ist die Musik. Vor seinem Lehramtsstudium hat er Kirchenmusik studiert. Der Studienrat war als Dozent und Prüfer an der Universität Erlangen tätig, ist Referent und Fachberater für Musikpädagogik und im Vorstand des Bundesverbandes Musikunterricht, zudem Landesvorsitzender des Arbeitskreises Musik

Musikunterricht fördern

Er wird jetzt keine Musikschüler aus den Betzensteiner Kindern machen, aber den Musikunterricht fördern, wo es geht, Impulsgeber und Unterstützer sein. „Das gemeinsame Musizieren fördert das soziale Klima“, sagt Bencker: „Das Klima an einer Schule, an der Musik gemacht wird, ist besser. Die Kinder haben Freude daran, sich musikalisch zu betätigen.“ Musik spreche die Emotionen an und Musikunterricht sei ein wichtiger Bestandteil pädagogischer Arbeit. Der Musikunterricht ist aber nur ein kleiner Teil der pädagogischen Arbeit.

Seine Ziele als Schulleiter

Den Eltern hat er bei seiner Einführung durch Petra Rauh vom Schulamt Bayreuth seine Ziele als Schulleiter erklärt. Die Zusammenarbeit mit den Eltern sei ihm sehr wichtig. Seine Bürotür sei immer offen für die Eltern: „Ich möchte mit Ihnen an der Erziehung ihrer Kinder arbeiten“, hat er versichert. Dazu gehöre für ihn, dass „gegenseitiger Respekt“ den Schulalltag prägen soll. „Die Kinder sollen eine persönliche Freiheit und Selbstbewusstsein entwickeln können“, so Bencker, als „Vorbereitung auf die Zukunft“. Und die liegt auch in der Hand der Kinder.

„Wir haben momentan die Gefahr der Unfreiheit“, sagt Bencker, womit er nicht nur politische und wirtschaftliche Entwicklungen meint: „Wir müssen auf die Gefahren achten, die durch das Internets entstanden sind.“ Ein verantwortlicher Umgang mit den Medien, ein sinnvoller Umgang mit dem Internet werden „eminent wichtiger Bestandteil in der Erziehung“.

Für die Freiheitsrechte eintreten

Und: „Wir müssen die Kinder sensibilisieren, für die Freiheitsrechte einzutreten“. Bencker ist von Seiten des Schulamts nahegelegt worden, Schulleiter zu werden. Er hat an einer Schule in Ansbach unterrichtet. Das Rüstzeug für eine Schulleitung musste er sich mehr oder weniger aneignen. Weil der der dortige Schulleiter erkrankt ist, „habe ich zwei Jahre lang erleben können, wie Schulleitung geht“.

Er hat den Konrektor „übersprungen“, die Nachfolge von Andreas Luber angetreten und gleich mal Kompetenzen verteilt: eine Notwendigkeit war es für ihm, dass es mit Andreas Ziel in Betzenstein und mit Birgit Otto in Plech zwei Stellvertreter für ihn gibt. Bencker hat sich bereits gut eingelebt: „Ich fühle mich wie zu Hause“, sagt der neue Schulleiter, dessen Heimat die Fränkische Schweiz ist. Man hat es ihm leicht gemacht: „Ich bin wunderbar begrüßt worden.“

INFO: Die Grundschule Betzenstein-Plech ist vor kurzem Preisträger geworden und darf sich „Umweltschule in Europa - internationale Agenda-21-Schule“ nennen. Unter Lehrerin Karola Weidinger arbeiteten die Schüler an Projekten zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit.

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Montag, 13. November 2017 - 11:06