Heißes Duell um Tabellenplatz zwei

Seit mittlerweile zehn Spielen ist der TSV Haunstetten in der Bayernliga nämlich schon ungeschlagen und musste in dieser Zeit lediglich zwei Unentschieden in Rimpar und Günzburg hinnehmen. Die Initialzündung für diese beeindruckende Serie der bayerischen Schwaben könnte dabei ausgerechnet das Hinspiel in Bayreuth gewesen sein. Seinerzeit hinkte Haun-stetten mit erst sechs Punkten seinen eigenen Ansprüchen gewaltig hinterher und drohte im Abstiegskampf zu versinken. Dann folgte jedoch der vor allem in der Höhe überraschende 34:24-Sieg in Bayreuth, und seither musste man sich nur noch den Spitzenmannschaften Waldbüttelbrunn und Erlangen II geschlagen geben.

„Da haben wir ganz klar noch etwas gutzumachen“, erinnert sich deshalb auch Haspo-Trainer Marc Brückner nur ungern an das Hinspiel und gibt sich entsprechend kämpferisch: „Dieses Spiel hat uns damals sehr wehgetan, und diesen Schmerz wollen wir in Haunstetten aufarbeiten.“

Torgefährliches Brüderpaar im Rückraum

Doch der TSV Haunstetten steht nicht zu unrecht auf dem fünften Platz. Vielmehr überraschten bei der großen Qualität des Kaders die Schwierigkeiten zu Saisonbeginn. So spielt der kommende Haspo-Gastgeber eine äußerst unangenehme 3:2:1-Abwehr mit dem groß gewachsenen und ballbezogen verteidigenden Stefan Tischinger auf der vorgezogenen Position. Geht es dann in den eigenen Positionsangriff über, kann sich Haunstettens Trainer Michael Rothfischer vorzugsweise auf die Durchschlagskraft der Horner-Brüder im Rückraum verlassen: Max (93 Tore) auf der rechten Seite und Alexander (111) auf der linken warfen nämlich schon über ein Drittel (204 von 574) der Haunstetter Treffer.

Im Hinspiel hatten die Bayreuther aber noch mit einem anderen Duo so ihre liebe Mühe. Rechtsaußen Sebastian Smotzek schenkte Haspo damals sechs Tore ein, und Spielmacher Maximilian Schnitzlein erwischte auf der Spielmacherposition einen richtigen Sahnetag. „Haunstetten hat ein sehr homogenes Team“, weiß auch Haspo-Trainer Michael Werner, der auf den gewohnten Kader zurückgreifen kann, fügt aber auch an: „Unsere Abwehr ist von Spiel zu Spiel besser geworden, und so bin ich mir sicher, dass wir nicht noch einmal auf dem falschen Fuß erwischt werden.“

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Montag, 13. November 2017 - 11:06