Heftiger Familienstreit im Fichtelgebirge: Schreie und ein Axtwurf

Ein Familienstreit hat in der Nacht zum Dienstag und tags darauf in Oberwarmensteinach und anderen Orten des Landkreises zu einem großen Polizeieinsatz geführt: Wegen der möglichen Schießerei wurde das Spezialeinsatzkommando angefordert.

Wie Polizeisprecher Jürgen Stadter auf Anfrage erklärte, wurden bei der Polizeiaktion sieben Verdächtige im Alter zwischen 20 und 50 Jahren vorläufig festgenommen. Die Männer und Frauen befinden sich laut Stadter jedoch mittlerweile schon wieder auf freiem Fuß.

Ersten Ermittlungen zufolge hatten sich die Beteiligten an einem Anwesen in Oberwarmensteinach getroffen. Klar ist, dass der Streit in Handgreiflichkeiten auszuufern drohte, im Freien stattfand und so lautstark war, dass der ein oder andere Oberwarmensteinacher aus dem Schlaf schreckte. Anwohner hörten dumpfe Schläge, das Kläffen von Hunden und Geschrei. Ein Anwohner sagte auf Anfrage des Kuriers: „Schüsse habe ich nicht gehört.“

Offenbar keine Waffen im Spiel

Nach den Vernehmungen der Beteiligten werde der Vorfall nicht mehr als so brisant eingestuft, erklärte Stadter: „Wir haben weder Waffen noch Projektile gefunden“. Stadter trat Gerüchten entgegen, dass es bei dem Vorfall um Drogen und Waffen gehe und dass Rechtsradikale beteiligt seien: „Wir haben das alles geprüft, das ist auszuschließen. Es war ein Familienstreit, dessen genaue Hintergründe noch unklar sind, weil die Beteiligten unterschiedliche Aussagen machen.“

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung, wegen Sachbeschädigung und wegen Hausfriedensbruchs. Die versuchte gefährliche Körperverletzung besteht in einem angeblichen Axtwurf, der jedoch niemanden verletzte.

Symbolbild: pa

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