Hazel Brugger: Böseste Frau der Schweiz

Sie waren letztes Jahr Kolumnistin des Jahres, haben außerdem schon den Deutschen Kleinkunstpreis, kriegen im Juli den Bayerischen Kabarettpreis und haben was weiß ich nicht alles für dolle Sachen schon gewonnen. Jetzt mal ehrlich: Ist Ihnen das persönlich wichtig? Oder ist es nicht viel prestigeträchtiger, im Namen der "heute-show" AfD und CDU lächerlich machen zu dürfen?

Hazel Brugger: So ein Preis ist auf jeden Fall etwas viel Abstrakteres als drei Minuten zur drittbesten Sendezeit. Man denkt sich ja nicht bei jedem Live-Auftritt "Oh, hoffentlich fließt das mit ein in die Gesamtwertung von dieser oder jener wichtigen Auszeichnung". Wenn ich aber für die "heute-show" drehe, dann habe ich als direktes Ziel nur, dass es positiv zur Sendung beiträgt. Daher ist es dann auch im Moment eine größere Belohnung, wenn so ein Clip beim Publikum gut ankommt. Wenn ich als Außenreporterin unterwegs bin, weiß ich, dass es mein Beruf ist, die Leute zum Lachen zu bringen. Ein Preis hingegen ist wie ein schöner Sportwagen. Niemand braucht das wirklich. Aber es ist schon schön, wenn da einer in der Garage steht.

Apropos "heute-show": Da sind Sie seit etwa einem Jahr dabei. Sind Sie die Frau fürs Grobe? Außenreporterin im Einsatz, wenn die anderen da an die Orte des Grauens nicht hin wollen?

Brugger: Im Traum würde ich nicht drauf kommen, mir mehr zuzutrauen als zum Beispiel dem Kollegen Lutz van der Horst. Er ist mir als groß gewachsener Mann ja rein körperlich schon überlegen, wenn es beispielsweise darum geht, sich von Nazis nicht allzu brutal verprügeln zu lassen. Aber ich werde manchmal schon gezielt an Orte geschickt, wo man weiß, dass die Leute mich noch nicht erkennen und direkt mit der "heute-show" assoziieren.

Und wie ist Olli Welke jetzt wirklich?

Brugger: Olli Welke ist sehr bescheiden, überlegt und ein erstaunlich guter Zuhörer. Man fühlt sich von ihm ernst genommen und merkt, dass es kein Zufall ist, dass er so eine Spitzenposition in der deutschen Unterhaltungsszene eingenommen hat. Und außerdem trägt er privat ziemlich coole Pullover, wie ich finde.

Machen Sie eigentlich noch Poetry Slam? Ich glaube, eins der letzten Videos, die ich diesbezüglich gefunden habe, ist von den Meisterschaften 2013 in Bielefeld. Und wir alle wissen ja: Bielefeld gibt’s ja gar nicht.

Brugger: Doch, doch, in Bielefeld war ich vor ein paar Wochen sogar im Hallenbad. Ich würde sogar sagen, dass es Bielefeld noch viel intensiver gibt, als die meisten anderen Orte. Weil es nicht versucht, durch Schönheit von der allgemeinen Tristesse der Existenz abzulenken. Es ist ehrlich, roh, und ein bisschen scheiße. Aber ich schweife ab. Bei Poetry Slams trete ich seit ungefähr einem Jahr nicht mehr wirklich auf.

Ist es einfacher, Texte für eine Magazin-Kolumne zu schreiben oder für den Slam? Oder lieber gar nicht schreiben, sondern möglichst frei und direkt kabarettieren?

Brugger: Am einfachsten ist es, eine schlechte Magazin-Kolumne zu schreiben. Am schwierigsten, etwas zu schreiben, das man danach laut sagt und von dem niemand denken würde, dass es jemals geschrieben wurde. Die Leute sollen denken, dass alles, was es an Worten gibt, einfach so „da“ war.

Wie oft hören Sie von Ihren Kollegen „Du bist aber noch jung“? Macht das Männer-Frauen-Ding im Kabarett noch etwas aus? Ist es als Frau schwieriger, sich durchzusetzen und ernst genommen zu werden? Luise Kinseher sagte nach dem Derblecken auf dem Nockherberg  letztes Jahr, bei Frauen würde schärfer hingeschaut und geurteilt, und Lisa Fitz sagte mal, als Frau musst du in dem Geschäft einfach lauter und rauer sein.

Brugger: Ich glaube, solange ich einmal im Monat hormonellen Blutungen zum Opfer falle und mir keinen Penis wachsen lasse, erfülle ich meine Pflichten als Frau in der Kabarettszene voll und ganz. Und da hat gar nie jemand nachgeschaut, wenn ich es mir recht überlege. Aber Frauen können ja heute zum Glück eigentlich wirklich alles! Sogar geschickt Fragen zu überholten Geschlechterrollen im Geschäft einfach ignorieren.

Gibt es da vielleicht einen Unterschied zwischen Deutschland und der Schweiz?

Brugger: In Deutschland findet man eine viel riesigere Anzahl an Künstlerinnen und Künstlern. Da gibt es ganze Abende, wo nur Frauen auftreten, vor einem Publikum aus – Überraschung! – fast ausschließlich Frauen. Das ginge in der Schweiz nicht. Beziehungsweise nicht regelmäßig, denn da kämen nur ungefähr zehn Frauen als Akteurinnen in Frage. Diese zehn immer rotieren zu lassen als Statement für Artenvielfalt im Kabarett, das wäre keine gute Idee.

Sie haben Philosophie studiert. Welche Philosophie wohnt dem schwarzen Humor inne? Muss Humor immer aggressiv sein? Immerhin haben Sie in einem Beitrag schon mal überlegt, wie einfach es wäre, "rechtes Kabarett" zu machen.

Brugger: Ich möchte präzisieren: Ich habe einmal angefangen, Philosophie zu studieren, bin dann aber einfach nicht mehr hingegangen. Schwarzer Humor zeichnet sich dadurch aus, dass er das Unantastbare antastbar macht, ja, sogar manchmal mit Füßen tritt. Die Philosophie dahinter ist: Alles ist nichtig, und gleichzeitig ist alles das Wichtigste überhaupt. Du bist niemand, und du bist gleichzeitig jeder, der du jemals sein wirst. Und am Ende ist man tot, also kann man grad so gut drüber lachen. Das ist sehr aggressiv, finde ich, weil es einen aus der braven Trägheit reißt.

Als Schweizerin in Deutschland zu arbeiten, macht gar keinen Sinn, haben Sie mal gesagt. Aber… es ermöglicht Einblicke, die andere nicht haben. Wer ist denn am humorlosesten: die Deutschen, die Schweizer oder die Amerikaner?

Brugger: Deutschland, Amerika und Schweiz sind alle ähnlich humorlos, würde ich sagen. Die Schweiz wahrscheinlich am humorlosesten, dann Deutschland und dann Amerika. Wenn wir jetzt nur vom liberalen Bevölkerungsteil sprechen. Je mehr Angst die Leute haben und je weniger sie davon überzeugt sind, ganz alleine für ihr Selbstwertgefühl zuständig zu sein, desto humorloser sind sie. Humor findet man überall dort, wo das Entsetzen über gescheiterte Erwartungen mit einem Lachen in die Luft gesprengt wird. Das ist natürlich nichts Nationales, sondern etwas Soziales.

Dieses Schwarz-Tragen immer, ist das eigentlich das Künstler-Dasein oder das Philosophin-Dasein? Oder weil man da die Schweißflecken nicht sieht?

Brugger: Davon bin ich ein wenig abgekommen. Schwarz ist halt einfach unkompliziert, und je weniger Gedanken ich mir über meine farbliche Erscheinung machen muss, desto freier kann ich denken. Rede ich mir zumindest ein.

Der NZZ haben Sie gesagt, das "knallharte Erwachsensein" sei nicht so Ihr Ding. Wann ist man denn erwachsen? Oder warum ist man es nicht?

Brugger: Zu erwachsen ist man dann, wenn man mit jedem Kind gleich redet, obwohl ja jedes Kind ein anderer Mensch ist. Zu erwachsen ist man, wenn einer furzt, und man weigert sich, zu lachen. Zu erwachsen ist man vor allem, wenn man sich schämt, wenn man gerade keine passenden Weingläser hat, aus denen der Besuch trinken kann.

Gibt es irgendetwas, für das Sie sich schämen und wozu Sie bei Ihrer Arbeit nie einen flotten Reim machen würden?

Brugger: Ich würde, aber vermutlich eher aus praktischen Gründen, wahrscheinlich nicht auf der Bühne gebären wollen. Ein flotter Reim würde mir unter diesen Umständen schwerfallen.

Apropos Schlimmes, für das man sich vielleicht schämt: Wie war es, die ehemalige Weinkönigin und eigentliche rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Julia Klöckner einen "Sonnenschein" zu nennen? Schwer gefallen?

Brugger: Frau Klöckner macht es einem leicht, an Sonnenschein zu denken. So wie die strahlt und durch die Gegend wirbelt, könnte man glatt meinen, die Welt da draußen stünde nicht gerade in untergehenden Flammen.

INFO: Am Donnerstag ist Hazel Brugger mit ihrem ersten Solo-Programm "Hazel Brugger passiert" im Bayreuther Zentrum zu Gast. 

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Kommentare

Hazel Brugger über Humor:
" Je mehr Angst die Leute haben und je weniger sie davon überzeugt sind, ganz alleine für ihr Selbstwertgefühl zuständig zu sein, desto humorloser sind sie. Humor findet man überall dort, wo das Entsetzen über gescheiterte Erwartungen mit einem Lachen in die Luft gesprengt wird."
Da ich beim Niveaulimbo nicht länger mitmachen wollte, habe ich schon vor Jahren das Anschauen der "heute-Show" eingestellt. Nun aber, nach dem Teaser von Kerstin Fritzsche genehmigte ich mir mal ein wenig "heute-Show-Hazel-Brugger-YouTube".
Und, siehe da, es ist das gleiche pseudointellektuelle, linke Bauerntheater wie vor einigen Jahren. Das Publikum haut sich bei jedem der bemühten Witze genauso kräftig auf die Schenkel, wie einst bei den selbstpreisgekrönten "Kabarettisten", wenn diese nur "FDP" in den Saal gerufen haben. Schmerzlos werden die Rundfunkbeitraggagen eingesackt, das Publikum, so es noch urteilsfähig ist, empfindet, ob der (vergeblichen?) Bemühtheit schon Schmerz. Aber wenn man mal am Zwangsgebühretropf hängt, muss es ja Qualität sein.
Kabarett? Preisgekrönt? Dieter Hildebrandt würde sich, ob so einer Entwürdigung, im Grabe herumdrehen.

Aber, trotzdem, "Vielen Dank!" für die Einblicke in fremde Filterblasen und Echokammern. Ein weiterer Beweis, das vermeintliche Vorurteile mit echter Lebenserfahrung zu tun haben.
Auch mit dieser ausführlichen Antwort ist die Aussage von Hazel Brugger, warum manche Menschen humorlos sind, nicht geklärt worden.
Warum können sich manche Menschen nicht vorstellen, dass gerade beim Kabarett manche Zuschauer nicht alles gut finden. So etwas muss man ertragen können. Das gehört mit dazu, wie halt im echten Leben auch.
Es ist doch ganz einfach: Wer zuletzt lacht, hat den Witz nicht verstanden.
Nein ernsthaft, wer bei Fräulein Brugger lachen will, möge sich noch schnell eine Karte kaufen und sie dann abfeiern. Humor liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Auch gilt ja angeblich, dass Satire alles darf.
Wenn dem allerdings wirklich so wär, dann muss mir mal einer erklären, warum ein Böhmermann für sein pubertäres Fäkalstück über Erdogan haufenweise Preise und Ehrungen einsammelt und ein Percy Hoven alias "Dr. Alfons Proebstl" solange bedroht wurde, bis er seine Kunstfigur aufgab. Inhaltlich hatte Hoven allemal mehr Substanz.
Der Vergleich zum Thema "Satire darf alles" würde ja nur Sinn machen, wenn diejenigen, die Böhmermann mit Preisen überschütten, dieselben wären, die Hoven bedrohen. Das ist nicht der Fall. Außerdem stimmt es glaube ich nicht, dass Böhmermann für sein Schmähgedicht "haufenweise Preise und Ehrungen" eingesammelt hat. Bei einer ersten kurzen Suche habe ich keinen einzigen Preis gefunden, den er dafür bekommen hat.
"Jan Böhmermann hat seine Teilnahme an der Grimme-Preis-Verleihung heute Abend in Marl abgesagt. Das Grimme-Institut bestätigte das auf Anfrage. Dabei sollte heute ein Grimme-Preis an Jan Böhmermann verliehen werden. Die Ermittlungen nach seiner umstrittenen Satire liegen Böhmermann aber offensichtlich schwer im Magen. Auf seiner Facebookseite postete Böhmermann am frühen Freitagmorgen: "Ich fühle mich erschüttert in allem, an das ich je geglaubt habe. Mein Team von der Bildundtonfabrik und ich bitten um Verständnis, dass wir heute Abend nicht in Marl feiern können." Seine Facebook-Fans kommentieren mit vielen unterstützenden Worten. Bayern3-Moderator und Kabarettist Matthias Matuschik etwa schreibt darunter: "Locker bleiben. Du bist nicht alleine Kollege. Wen soll ich für Dich wegmachen?"
Quelle: "Erdogan-Gedicht: Jan Böhmermann kommt nicht zum Grimme-Preis", augsburger-allgemeine.de, 08.04.2016

"Auf einem eigenen Youtube-Kanal trat Percy Hoven, ohne seine Identität preiszugeben, in der Rolle Dr. Alfons Proebstl auf. In dieser Rolle vertrat er nach Einschätzung der Augsburger Allgemeinen in angeblich satirisch gemeinter Form „rechtsextrem anmutende Positionen“, der Moderator und DJ Matthias Matuschik ordnet seine Äußerungen dem „braune[n] Sumpf“ zu. ... Matuschik hatte Hoven bereits am 9. September 2015 als Dr. Proebstl identifiziert."
Quelle: Wikipedia.de, Percy Hoven

"Preis für Popkultur - Böhmermann wird für Erdoğan-Gedicht ausgezeichnet", 10.09.2016. zeit.de

Und falls jemand der Ansicht ist, Dr. Alfons Proebstl (über 80 Folgen) wäre zu gewagt, der soll vorher mal die acht Kurzfolgen der sehenswerten Comedyserie "Familie Braun" schauen. Die haben allerdings den "Deutschen Comedypreis 2016 -Beste Innovation (ZDF)" eingesackt. Zu recht, wie ich finde.
Ok, ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Also hat Böhmermann einen Preis für sein Gedicht bekommen. Ab wie vielen Preisen spricht man nochmal von "überhäuft"? Den Grimmepreis hat er ja nicht für das Gedicht bekommen, soweit ich weiß.
Und zum Rest... Die Schnittmenge der Böhmermann-Preisverleiher und Hoven-Bedroher dürfte weiterhin leer sein.
Ja mei, wenn Böhmermann 2014 zwei Preise verliehen bekommt, 2015 keinen einzigen und 2016 zehn (die Böhmermann-Affäre begann am 31.03.2016) dann wird das schon Gründe haben. Er hat ja 2016 kaum gesendet wegen des Gedichtes und Lebenswerk-Preise waren nicht darunter. Schauen Sie mal bei Wikipedia unter "Böhmermann-Affäre - Unterstützer für Böhmermann". Da konnten meiner Meinung nach einige Juroren gar nicht anders, ohne verstoßen zu werden.

Wen es interessiert: Man vergleiche die mediale Hetzjagd auf Percy Hoven mal mit dem vom Satiremagazin "Titanic" im Nachklapp auf die Erdogan-Böhmermann-Sache verfassten Schmähgedicht auf Bundeskanzlerin Merkel. Ich bin nicht der mit der #1 in der Mitgliederliste des "Angela-Merkel-Fanclubs", aber sowas ist alles möglich in unserem progressiven Kulturbetrieb. Nur "Dr.Alfons Proebstl", der es größtenteils mit einem inhaltlich sachlichen Ansatz versuchte, nein, das ging wirklich zu weit!
Der Titel lautet "Achtung, "keine" "Satire" – Das Schmährkelgedicht", erschienen auf titanic-magazin.de, 05.04.2016
Daraus zu zitieren verbietet meine gute Kinderstube.
Das linke Schmierentheater interessiert eh niemanden mehr! Billige Zoten, politisch angepasste "Witze"... wer will sich das schon antun?
Da muss ich in Teilen auch zustimmen. Es scheint immer schwieriger zu werden, die vielen Sendezeiten mit Comedy und Kabarett zu füllen.
Aber warum gibt es nicht auch diese Sendungen von politisch rechts?
Was mich aber schon wundert, wie gut informiert DerekButter ist. Warum zieht er sich so etwas "rein", wenn es nicht sein Geschmack ist?
Fragen über Fragen, nur leider keine Antworten!
"Aber warum gibt es nicht auch diese Sendungen von politisch rechts?"

Richten Sie genau diese Frage mal an den Staatsfunk!
Gibt es denn ein "rechtes" Kabarett?
Ich möchte aber nicht, dass in Zukunft Juden- oder Ausländerwitze, die unter vorgehaltener Hand weiter erzählt werden, im öffentlich rechtlichen FS verbreitet werden.
"Der Linke vermag geistreich zu spotten, doch der wirkliche Humor, diese Mischung aus Fatalismus und Weltversöhnung, ist seinem zelotischen Wesen fremd." (mky)
Fanatisch sind immer nur die Anderen!?
Die Witze der Linken, sofern es die jemals gegeben hat, sind lediglich müde Zoten aus einer längst untergegangenen Welt.
Geht denn nicht jetzt erst die Welt unter?
Ist ganz einfach: wers nicht mag, schauts nicht an.
Verstehe das Bedürfnis nicht, Sendungen und Personen, die anderer Meinung sind als man selbst, schlecht zu reden. Es würde ja reichen zu sagen: ich bin da anderer Meinung. Natürlich findet man Witze, die die eigene Einstellung zum Ziel haben, nicht lustig, geht wohl jedem so.
Tja, wenn´s bei den Öffentlich-rechtlichen Anstalten mal die Quote wäre, die die Sendungen erst auf den Prüfstand stellt. Die Kritiken im Netz beweisen eher das Gegenteil. Die Applausstürme des Publikums in diesen, fälschlicherweise "Kabarett" genannten Sendungen kommt nicht nur mir als Dankbarkeitsbezeugung vor: "Ich habe endlich mal verstanden, wovon da die Rede ist."
Der langweilige Ansatz "Die da oben sind doof und machen sich nur die Taschen voll" ist ja auch unglaublich verlogen, angesichts der üppigen Gagen des Staatsfunks.
Wie viele konservative Kabarettisten kennen wir denn alle so? Fangen wir doch mal an zu zählen...

Und, "kernig", nehmen Sie mal nur zwei Worte aus Ihrem zweiten Satz raus: "Verstehe das Bedürfnis nicht, (Sendungen und) Personen, die anderer Meinung sind als man selbst, schlecht zu reden."

Jeder Mensch mit Anstand wird diesem Satz ohne wenn und aber zustimmen: "Verstehe das Bedürfnis nicht, Sendungen und Personen, die anderer Meinung sind als man selbst, schlecht zu reden."
Aber DerekButter braucht wieder viele Sätze, um diese Aussage zu relativieren.
Sie meinen, ich wäre "unanständig", richtig?
So könnte man es auslegen, wenn man es unbedingt so will. Aber faktisch ist das nicht die Aussage. Es gibt halt zwischen Anstand und unanständig sein noch viele Zwischentöne.
Wow.
Endlich ist einmal etwas angekommen. Ein Lichtstreif am Horizont?
Jeder, der Kritik an dieser Art "Comedy" übt, ist also per se "unanständig"... na dann...