Haspo vergibt Chance zur Vorentscheidung

Zu Beginn der intensiv geführten, dabei aber nur selten gutklassigen Partie sah es sogar so aus, als würde die ohne drei Leistungsträger (Schreibelmayer, Beck, Hoffmanns) angetretene Haspo-Mannschaft ohne Punkte nach Hause fahren. Während die Bayreuther nämlich bereits in der Anfangsphase bei hundertprozentigen Torchancen ihre Nerven mehrfach nicht unter Kontrolle hatten, zog die TG Landshut, angetrieben durch ihren sehr umsichtigen Spielmacher Stefan Axthaler (5/1), über 3:0 (4.) schon recht deutlich bis auf 8:4 (17.) davon. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Haspo-Abwehr noch keinen richtigen Zugriff auf die physisch starken Landshuter Rückraumschützen bekommen.

Mit 6:1-Lauf zur 10:9-Führung

Nach einer Auszeit folgte aber die wohl beste Phase der Bayreuther im gesamten Spielverlauf. Die nun kompromisslose Abwehrarbeit und ein solide haltender Torwart Hannes Lehnard schufen nun die Basis für die gewünschten Gegenstöße. Die Folge war ein starker 6:1-Lauf, der innerhalb von nur sechs Minuten zur ersten Führung beim 10:9 (23.) führte.

Auch nach der Pause erwischten wieder die Landshuter den besseren Start und gingen beim 14:13 (35.) erneut in Front. Vor allem der bis dahin recht unsicher wirkende Tobias Gretsch (9) war kaum noch zu bremsen. Aber auch darauf hatte Haspo bald eine Antwort: Michael Neumaier, der bei sechs Siebenmetern fehlerlos blieb, und Spielmacher Tim Herrmannsdörfer übernahmen im Angriff nun Verantwortung. So legten die Gäste beim 17:15 (41.) erstmals zwei Tore vor und hielten diesen Vorsprung auch bis zum 20:18 (47.). Allerdings wurden in dieser Phase die Chancen für eine Vorentscheidung nicht genutzt. Besonders von den Außenpositionen und beim Durchbruch am Kreis scheiterten die Bayreuther wiederholt am starken Landshuter Torwart Matthias Elgeti, der seine Mannschaft mit seinen Paraden fast im Alleingang im Spiel hielt.

Stürmerfoul und Schrittfehler vor dem letzten Tor

In den letzten zehn Minuten wurde die Partie dann immer hektischer. Vor allem die Gastgeber gingen immer ruppiger zur Sache. Mehrere Abwehraktionen hätten von den unsicher wirkenden Unparteiischen deutlich härter bestraft werden müssen. Ab dem 22:22 (53.) legte Haspo dennoch immer ein Tor vor, konnte sich aber nicht mehr absetzen. Bei einer Restspielzeit von 25 Sekunden hatte Landshut beim Stand von 24:25 in Überzahl den letzten Ballbesitz. Haspo verteidigte gut, doch vor dem Ausgleich durch Gretsch übersahen die Schiedsrichter neben einem Stürmerfoul auch noch einen Schrittfehler des Torschützen.

„Nach unserem schwachen Start haben wir uns toll zurückgekämpft und hatten in der zweiten Halbzeit mehrmals das Momentum auf unserer Seite“, analysierte Haspo-Trainer Mathias Bracher. „Leider haben wir in dieser Phase viele Chancen fahrlässig liegen lassen, und beim letzten Landshuter Angriff hatten wir dann richtig Pech.“

Haspo Bayreuth: Lehnard, Wittmann; Neumaier (8/6), Herrmannsdörfer (5), Hümpfer (4), Hauenstein, S. Berghammer (3), Schmidt (3), Luckhardt, Meyer-Siebert, Woitaschik, Saborowski (1), Tscheuschner (1). ⋌berg

Nicht bewertet

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