Haspo unterliegt Erlangen-Bruck mit 23:27

Entscheidend dafür war die Tatsache, dass die Bayreuther nach dem 23:23 durch den sechsten erfolgreichen Siebenmeter von Lukas Schalk in den verbleibenden 8:15 Minuten kein Tor mehr erzielten. In vier beiderseits torlosen Minuten vergaben sie gegen den glänzenden Ex-Auerbacher Lars Goebel im Erlanger Tor einige klare Chancen zur Führung, und dann wurden sie durch zwei Gegentreffer gezwungen, in den letzten zwei Minuten mit offener Manndeckung alles zu riskieren.

Anfangs hatten die Gäste den Tabellenführer sogar mit einem 5:0-Start nach zehn Minuten überrascht. Dabei erwies sich die relativ defensive Abwehrformation, die nur gegen den Halblinken Steffan Meyer (9/4) weit heraus trat, als optimale taktische Marschroute, zumal Niklas Pfeifer im Tor überragenden Rückhalt gab. Umso empfindlicher traf es die Bayreuther, dass ihr Torwart beim Stand von 2:6 die Rote Karte sah, weil er außerhalb seines Torraums einen Erlanger beim Gegenstoß berührt hatte (13.). Auch mit dem ebenfalls starken Hannes Lehnard im Tor hielt Haspo den Vorsprung zwar noch bis zum 9:5 (19.), aber dann legten die Erlanger mit der Einwechslung des Bundesligaspielers Bastian Krämer (4) sowohl am Kreis zu als auch in der Abwehrmitte. Mit einem 4:1-Lauf kamen sie zum 12:12 (30.).

Partie auch nach dem Wechsel zunächst ausgeglichen

In der zweiten Halbzeit verlief die Partie völlig ausgeglichen bis zum 18:18 (42.), ehe die Gastgeber mit vier Toren in Folge erstmals ein Stück davon zogen. (46.). Zwar erspielte sich Haspo auch gegen die deutlich verbesserte Erlanger Abwehr noch immer mit druckvollen Aktionen regelmäßig gute Chancen, wobei Yannick Meyer-Siebert viele Lücken riss, doch im Tor der Gastgeber wurde der frühere Auerbacher Drittliga-Torhüter Lars Goebel immer stärker. Nach einer Auszeit kamen die Bayreuther aber besser mit der Sonderbewachung für ihren starken Spielmacher Tim Herrmannsdörfer zurecht und antworteten ihrerseits mit einer 4:0-Serie zum 22:22 (51.). Das 23:23 durch den fehlerfreien Siebenmeterschützen Schalk sollte dann jedoch der letzte Haspo-Treffer bleiben.

Obwohl die Bayreuther dem Tabellenführer auch spielerisch auf Augenhöhe begegneten, verdienten sie vor allem kämpferisch ein Gesamtlob. Dabei ragte Ralph Weiss in der Abwehrmitte noch heraus, der zusammen mit Sebastian Schmidt und Yannick Berghammer den schwer zu haltenden Kreisspieler Krämer mit allem Einsatz bearbeitete.

Haspo Bayreuth: Pfeifer, Lehnard – Schalk (6/6), Nicola (1), Herrmannsdörfer (3), Weiss (1), S. Berghammer (3), Rahn, Schmidt (3), Elschner (3), Meyer-Siebert (3), Y. Berghammer, Goeritz.

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