Haspo-Team auf Wiedergutmachung aus

Ein weiterer Ansporn dürfte außerdem die letztjährige 27:28-Auswärtsniederlage sein, als man in Unterfranken mit der Schlusssirene einen eigentlich schon sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gab.

Vor der dreiwöchigen Pause (aufgrund der Damen-Weltmeisterschaft im eigenen Land) will Haspo bei der Zweitligareserve aber vor allem wieder zum guten Gefühl zurückfinden. „Ein Sieg wäre Gold wert, um das Selbstvertrauen vor der Pause wieder hoch zu schrauben“, weiß auch Trainer Michael Werner. „Die Mannschaft war nach dem Haunstetten-Spiel doch schon sehr enttäuscht und will nun beweisen, dass das nur ein Ausrutscher war.“

Vom Papier her sind die Bayreuther auch klarer Favorit, denn die Unterfranken tun sich in dieser Saison schwer, aus dem Tabellenkeller herauszufinden. Mit dem 26:19 in Unterhaching (4.), dem 24:17 gegen Ismaning (14.) und dem überraschend deutlichen 31:19 in Landshut (12.) holte die Mannschaft von Trainer Janko Skribic erst drei Saisonsiege. Bei gleich zwei ausstehenden Nachholspielen könnte diese Bilanz zwar noch deutlich aufgebessert werden, angesichts der starken Gegner aus Waldbüttelbrunn (6.) und Lohr (7.) wird das aber alles andere als einfach.

Dennoch erwartet Haspo ein Gastgeber, der sich im Aufwind befindet. Nach dem hohen Sieg in Landshut verkaufte sich Rimpar nämlich auch am vergangenen Wochenende beim Tabellenführer TV Erlangen-Bruck (28:33) teuer.

Rimpars Manko ist die Offensive

Manko der Unterfranken ist die Offensive. So lassen sie zwar im Schnitt nur 26 Gegentreffer pro Spiel zu, werfen ihrerseits aber gerade mal gut 24. Dabei verfügt der Rimparer Angriff gerade im Rückraum über ordentlich Qualität, die durch die kurzfristige Reaktivierung des zweitligaerfahrenen, slowenischen Linkshänders Matjaz Krze sogar noch erhöht haben dürfte. Im linken Rückraum erwartet Haspo mit dem Zweimetermann Philipp Meyer (41 Tore) außerdem der aktuell beste Rimparer Torschütze, der vom drittligaerfahrenen Spielmacher Andreas Paul (32) zudem nach Kräften unterstützt wird. Geschmerzt hat die DJK hingegen der Abgang ihres Kreisläufers und Leistungsträgers Nicolas Gräsl (zum Drittligisten HC Erlangen II). „Uns erwartet ein sehr erfahrener Gegner, der jede Möglichkeit nutzen muss, um aus dem Tabellenkeller heraus zu kommen“, warnt Trainer Marc Brückner davor, den Gastgeber auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die Mannschaft kann jetzt beweisen, dass sie aus den Problemen im Ismaning-Spiel gelernt hat und sich weiterentwickelt hat.“

Nicht bewertet

Anzeige