Haspo-Talente mit guter Bundesliga-Bilanz

Rein sportlich betrachtet, lief es für Ruoff mit Leipzig am besten. Der Deutsche Jugendmeister der vergangenen drei Jahre liegt mit nur einem Minuspunkt gleichauf mit dem Nachwuchs des Bundesligisten HSG Wetzlar an der Tabellenspitze der Staffel Ost und hat den Einzug ins Viertelfinale fest im Blick. Aber auch neben dem Feld fühlt sich der 17-jährige Mistelbacher in Sachsen wohl. „Ich konnte mich mit Hilfe der Trainer und Mitspieler, die mich super aufgenommen haben, schnell integrieren. Auch in der Schule läuft es zudem gut“, berichtet Ruoff, der sich auf Rechtsaußen einen Stammplatz verdient hat. Nach einer kleinen Anlaufphase hat er sich nun an die neue Liga gewöhnt und seinen Kreuzbandriss endgültig überwunden. Besonders begeistert ist er von seinem Trainer André Haber, der gleichzeitig Co-Trainer bei der Männermannschaft in der Bundesliga ist sowie DHB-Trainer des Jahrgangs 1998: „Er fordert zwar viel von uns. Aber wenn es mal nicht gut läuft, gibt er auch die nötige Unterstützung und den Rückhalt.“

Zweitbester Torschütze seines Teams

Bis Mitte November war auch Pritschet drauf und dran, mit Lemgo in der Staffel West eine ähnlich gute Platzierung nach der Vorrunde zu erreichen. Nach zunächst acht Siegen in Folge holten die Ostwestfalen aus den letzten vier Spielen, unter anderem gegen Dormagen (1.) und Minden (2.), jedoch nur noch einen Punkt. „Dormagen und Minden sind eindeutig die stärksten Mannschaften in der Liga. Trotz der letzten Spiele ist die Hinrunde für uns gut gelaufen“, sagt Pritschet.

So steht der Bundesliganachwuchs hinter dem Spitzenduo immerhin auf Platz drei (17:7 Punkte). Für den Linkshänder aus Bayreuth, der mit 45 Treffern zweitbester Torschütze seines Teams ist, läuft es persönlich fast optimal: „Durch das Wohnen im Internat bin ich selbstständig geworden. Auch mit meinen Spielzeiten bin ich sehr zufrieden.“ Während Ruoff gelegentlich beim Sachsenligisten SG Zwenkau spielen darf, erfährt Pritschet die Härte, die im Männerbereich meist noch etwas höher ist, durch gemeinsames Trainieren mit den sogenannten „Youngsters“, die aktuell Platz sechs in der 3. Liga West belegen.

"Vor allem mental weiterentwickelt"

Obwohl David Meurer mit seinem THW Kiel in der Staffel Nord lediglich auf Platz sieben liegt (10:14 Punkte), fällt auch sein Resümee nach einem halben Jahr positiv aus. „Vor allem im mentalen Bereich habe ich mich weiter entwickelt. Auf dem Feld bin ich jetzt viel ruhiger als vorher. Mit meinen Spielzeiten bin ich auch sehr zufrieden“, beurteilt der Torhüter seine Entwicklung. In der A-Jugend teilt er sich die Spielzeit zusammen mit seinem Kontrahenten Jandre Spach. Als Gründe dafür, dass der Nachwuchs des deutschen Rekordmeisters nicht weiter oben steht, nennt Meurer auch die Verletzungsprobleme: „In jedem Spiel mussten wir verletzungsbedingt auf zwei oder drei Spieler verzichten. Das ist natürlich nicht optimal.“

Gut für seine persönliche Entwicklung sind sicher auch die Spielzeiten in der U 23 des THW. Dieses Team liegt in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein aktuell auf Platz drei.

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