Haspo-Talent gibt Zweitliga-Debüt

Wie berichtet, ist der Torschützenkönig der Bayernliga zu den Westfalen gewechselt, die ein Jahr nach dem Abstieg in die 2. Liga zurückgekehrt sind. Er wohnt nun in Bochum und pendelt jeden Tag bis zu zweimal nach Hagen zum Training. Obwohl er erst seit knapp einem Monat dort ist, spielt der 20-Jährige eine feste Rolle im Konzept von Trainer Niels Pfannenschmidt als zweiter Rechtsaußen im Gespann mit dem Serben Dragan Tubic: „Paul integriert sich auf und neben dem Feld super ins Team. Zudem ist er sehr lernwillig und versucht alles, was man ihm sagt, umzusetzen.“

„Mir kam es sehr entgegen, dass wir kurz nach meinem Umzug ins Trainingslager gefahren sind“, berichtet Saborowski. „Ich konnte viele gute Gespräche führen und habe die Spieler so sehr schnell besser kennen gelernt.“ Pfannenschmidt sieht noch viel Potenzial in dem Linkshänder aus Bayreuth: „Paul bringt schon viel mit. Er verfügt über gutes Abwehrverhalten, und vor allem seine Antizipationsfähigkeit ist sehr ausgeprägt. Er muss im Torabschluss allerdings noch variantenreicher werden. Wir werden mit ihm sehr viel im individuellen Bereich arbeiten, um ihn weiter nach vorn zu bringen. Auch körperlich und athletisch muss Paul noch zulegen.“

Gleich vier Tore im ersten Test

Seinen Einstand im Hagener Trikot gab Saborowski im ersten Testspiel beim kommenden Punktspielgegner TV Emsdetten (27:30), wobei er gleich vier Tore erzielte. Auch bei einem Turnier in Dormagen traf er gegen Ferndorf (27:30) einmal sowie gegen Dormagen (32:22) und den Longericher SC (36:21) jeweils dreimal. „Ich fühle mich wohl in meiner Rolle. Der Trainer gibt mir Spielzeit, und ich versuche sie optimal zu nutzen“, resümiert Saborowski.

Pokal-Sensation knapp verpasst

Als besonderes Erlebnis wird dem Linkshänder wohl die erste Runde des DHB-Pokals am vergangenen Samstag in Erinnerung bleiben. Mit 27:29 zogen die Westfalen gegen den Bundesligisten SC DHfK Leipzig nur knapp den Kürzeren, nachdem es kurz vor Schluss sogar 25:23 für Hagen gestanden hatte. Saborowski erzielte zwar kein Tor, freute sich aber über zehn Minuten Pokalluft:„Es war natürlich ein geiles Erlebnis, gegen einen Bundesligisten spielen zu dürfen. Wir haben als Mannschaft noch mal einen Schritt nach vorn gemacht und wurden für eine starke Leistung fast belohnt. Trotz der Niederlage hat es Spaß gemacht.“

Als Saisonziel gibt man in Hagen ganz klar den Klassenerhalt vor. „Das wird nicht leicht“, weiß Saborowski. „Die meisten Spiele in dieser ausgeglichenen Liga sind sehr eng. Deswegen haben wir uns vorgenommen, um jedes Tor zu kämpfen.“ Dabei denkt er auch daran, dass sein neuer Verein vor zwei Jahren nur aufgrund eines fünf Tore schlechteren Torverhältnisses gegenüber der HG Saarlouis abgestiegen ist.

Neben dem Handball wird Saborowski im Oktober in Bochum ein Studium im Bereich der Sportwissenschaft antreten und dann wohl auch das individuelle Training dort absolvieren. „Der Trainer hat sich sehr verständnisvoll gezeigt“, sagt der Bayreuther, der auch fachlich viel von Pfannenschmidt hält: „Er fordert zwar viel ein, aber gleichzeitig merkt man, dass er sich viele Gedanken macht, um das Beste aus dem Team herauszuholen.“

Handball

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Montag, 13. November 2017 - 11:06