Haspo: Serie nicht reißen lassen

Haspo ist seit der Auftaktniederlage beim TSV Friedberg (27:30) ungeschlagen und möchte diese Serie in der achten Partie in Folge aufrechterhalten.

Einen echten Horrorauftakt hat der Gast aus dem Stadtteil von Augsburg hinter sich. Auf den 28:19-Auswärtssieg beim bisher wenig konkurrenzfähigen HC Sulzbach-Rosenberg (13.) folgten nämlich gleich fünf Niederlagen am Stück. Neben der zu erwartenden 26:28-Pleite im Heimderby gegen Friedberg gab es unter anderem schwer zu verdauenden Niederlagen gegen die SG DJK Rimpar II (19:25) und beim SV Anzing (30:32).

Luft zu den Abstiegsplätzen

Umso wichtiger war der Aufschwung, als die bayerischen Schwaben sowohl beim VfL Günzburg (28:24) als auch daheim gegen Aufsteiger TSV Lohr (32:26) gewannen. Damit verschaffte sich der TSV, den man vor der Saison im Tabellenmittelfeld erwartet hatte, etwas Luft zu den Abstiegsplätzen und auch Selbstvertrauen.

Dennoch ist der schwache Start unerklärlich, schließlich besitzt Haunstetten ordentliche Qualität im Kader und kann seit dieser Saison auch wieder auf den lange Zeit verletzten Leistungsträger Stefan Tischinger bauen. Der groß gewachsene Rückraumakteur, der vor allem als vorgezogener Spieler in der Abwehr eine bedeutende Rolle spielt, konnte mit erst zwölf Saisontoren aber noch nicht alle Erwartungen erfüllen.

Zwei torgefährliche Brüder

Dafür überzeugen die Horner-Brüder, zwei echte Eigengewächse. Spielmacher Alexander ist mit 51 Treffern Toptorschütze seines Teams, auch der erst 18 Jahre alte Linkshänder Max Horner spielte dank seiner 27 Tore eine immense Rolle im Haunstetter Angriff. Komplettiert wird die starke rechte Angriffsseite der Gäste durch Außen Sebastian Smotzek (21 Tore).

„Haunstetten hat sich nach einem schwierigen Saisonstart gefangen und spielt eine unangenehme Abwehr, gegen die wir uns nicht allzu viele technische Fehler erlauben dürfen“, warnt Haspo-Trainer Marc Brückner vor dem kommenden Gegner.

Zweitbester Angriff gegen malade Abwehr

Im Training dürfte jedoch vor allem die Abwehrleistung in den Fokus gerückt sein. In den letzten beiden Spielen kassierten die Wagnerstädter nämlich sowohl gegen Landshut (33) als auch in Günzburg (31) mehr als 30 Treffer. Da nun die Mannschaft mit dem zweitbesten Angriff der Liga nach Bayreuth kommt, dürfte die Defensive ausschlaggebend werden. „Wir sind mit unserer Abwehr zuletzt überhaupt nicht einverstanden gewesen“, bestätigt Brückner. „Wir können uns einfach nicht darauf verlassen, dass wir offensiv immer so effizient spielen wie zuletzt.“

berg

Nicht bewertet

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