Haspo: Rückschlag im Rennen um Rang zwei

Dabei starteten die Gäste vielversprechend mit einer 6:3-Führung (12.). Doch schon zu diesem Zeitpunkt deutete sich das letztlich entscheidende Problem an, denn der Vorsprung hätte um zwei bis drei Tore höher ausfallen müssen. „Wir lassen von Beginn an viele richtig gute Torchancen liegen“, ärgerte sich Trainer Michael Werner nach Spielende. „Nur wegen unserer schwachen Chancenverwertung kommt Haunstetten überhaupt erst ins Spiel.“

Die Augsburger nutzten diese Gelegenheit, um beim 6:6 (16.) schon wieder voll in der Partie zu sein. Allen voran die gefährliche Rückraumreihe um Alexander Horner, Stefan Tischinger (je 6 Tore) und Max Horner (7) war von den unterschiedlichsten Bayreuther Deckungsvarianten einfach nicht in den Griff zu bekommen. So übernahmen die Gastgeber beim 9:8 (20.) die Führung und gaben sie lediglich beim 9:10 (22.) noch einmal ab. Danach liefen die Bayreuther ständig einem Rückstand nach, den Sven Goeritz mit der Pausensirene immerhin auf 14:15 verkürzte.

Entscheidendes Tief nach der Pause

Direkt nach Wiederbeginn leistete sich Haspo ein kurzes, aber fast schon spielentscheidendes Tief. Während man zuvor gegen die offensive Haunstetter Abwehr noch durchweg gute Lösungen gefunden hatte, war der spielerische Faden nun gerissen. Zu der nach wie vor unbefriedigenden Chancenverwertung kamen auch noch einige technische Fehler, die der Gastgeber konsequent zu nutzen wusste. So zog Haunstetten auf 20:15 (39.) davon und konnte von diesem Vorsprung bis zum Ende zehren. „Unsere wirklich schwache Phase direkt nach der Pause hat uns um den durchaus möglichen Erfolg gebracht“, analysierte auch Michael Werner. „Das kannst du gegen einen so selbstbewussten Gegner nur schwer wettmachen.“

Eine Chance zur Wende hätte es aber doch noch gegeben. Nicht zuletzt einige sehenswerte Paraden des eingewechselten Torwarts Alexander Wittmann brachten Haspo auf 21:24 heran (52.), und dann geriet Haunstetten in doppelte Unterzahl. In dieser Phase ließen die Bayreuther jedoch einen Strafwurf liegen und verloren die doppelte Überzahl mit 0:2, so dass sie beim 21:26 (58.) endgültig besiegt waren. „Die doppelte Überzahl hätten wir zur Wende nutzen müssen, aber wir hatten den Sieg heute schlichtweg auch nicht verdient“, ärgert sich Michael Werner. ⋌⋌berg

Haspo Bayreuth: Lehnard, Wittmann – Schalk (1), Nicola (2), Herrmannsdörfer (4), Hümpfer, Elschner (2), Luckhardt (1), S. Berghammer (2), Rahn, Saborowski (8), Meyer-Siebert (1/1), Y. Berghammer (2/1), Goeritz (1).

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06