Haspo-Revanchepläne beim Heimfinale

„Das letzte Spiel einer langen Saison – und dann noch in eigener Halle – ist immer etwas Besonderes“, sagt Haspo-Trainer Michael Werner. „Auch wenn es tabellarisch um nichts mehr geht, so will man auf jeden Fall noch einmal tollen Handball bieten und mit einem guten Gefühl in die Sommerpause gehen.“ Und ein weiterer Ansporn sollte die Erinnerung an das Hinspiel sein: Die Bayreuther verloren in Rimpar nach einer 17:11-Pausenführung in der letzten Sekunde mit 27:28. „Natürlich haben wir das nicht vergessen“, gibt Werner zu.

Doch die Zuschauer dürfen sich wohl nicht nur auf eine mögliche Revanche freuen, sondern vielmehr auch auf ein temporeiches Spiel. Ähnlich wie die Bayreuther verfügen nämlich auch die Jungwölfe über einige Talente, die den Tempohandball verinnerlicht haben. Nur folgerichtig also, dass mit dem groß gewachsenen Philip Meyer im linken Rückraum ein 20-Jähriger die interne Torschützenliste der Unterfranken mit 111 Saisontreffern anführt. In der Rückraummitte ist Andreas Paul der Kopf der Mannschaft und ebenfalls extrem torgefährlich (103 Tore). Der 27-jährige Spielmacher sammelte beim TSV Rödelsee schon Drittligaerfahrung und führt die junge Rimparer Mannschaft an.

Komplettiert wird das starke Angriffsdreieck der DJK durch Kreisläufer Nicolas Gräsl (81 Tore), der die sich bietenden Chancen eiskalt zu nutzen weiß und im Hinspiel auch das entscheidende Tor in der Schlusssekunde warf. Im Hinspiel war dieses Trio für 15 der 28 Treffer verantwortlich. Es verwundert nicht, dass Haspo-Trainer Marc Brückner ein besonderes Augenmerk auf diese Leistungsträger der DJK legen will: „Wir haben einen genauen Plan, wie wir diese drei Spieler unter Kontrolle bringen wollen.“ Details will er aber nicht verraten.

Zuletzt zweimal mehr als 40 Haspo-Tore

Ein großes Plus der Bayreuther könnte ihre aktuell bärenstarke Offensivform sein. Immerhin sprühte Haspo zuletzt vor Spielfreude und knackte nach dem Heimspiel gegen Niederraunau (42:18) auch in Unterhaching (41:31) die 40-Tore-Marke. „Wir müssen unsere gute Laune aus den letzten beiden Spielen einfach mitnehmen und weiter torgeil bleiben“, fordert Michael Werner ein weiteres Offensivspektakel. Der Trainer kann wieder auf seinen bewährten Kader zurückgreifen.

Haspo Bayreuth: Wittmann, Lehnard – S. Berghammer, Luckhardt, Goeritz, Herrmannsdörfer, Hümpfer, Meyer-Siebert, Rahn, Saborowski, Schalk, Elschner, Y. Berghammer, Nicola.

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06