Haspo peilt Sieg in Unterhaching an

Für einen wohl stimmungsvollen Rahmen sorgen die Gastgeber mit ihrem Umzug in die nur drei Kilometer entfernte Halle ihres künftigen Spielgemeinschaftspartners Taufkirchen. Dort dürfte eine volle Halle garantiert sein. Doch auch rein sportlich steht Haspo vor einer reizvollen Aufgabe, gehört der TSV Unterhaching doch zum elitären Kreis der vier Bayernliga-Mannschaften, denen es gelang, in Bayreuth zu punkten.

Beim 30:30 (14:14) war die Mannschaft aus dem Münchner Süden beim zwischenzeitlichen 20:26 (49.) sogar schon auf der Siegerstraße, ehe Haspo mit einer furiosen Aufholjagd doch noch einen Punkt sicherte. „Wir haben im Hinspiel nicht gut gespielt. Unterhaching hat es gut verstanden, unsere Abwehr auszuhebeln“, erinnert sich Haspo-Trainer Marc Brückner, der jedoch verspricht: „Dieses Mal sind wir besser vorbereitet und brennen auf Wiedergutmachung.“

Torgefährliches Unterhachinger Duo

Für die angedachte Revanche muss Haspo vor allem ein Angriffsduo der Oberbayern besser in den Griff bekommen, als noch im Hinspiel. Die Achse um den wendigen, torgefährlichen Spielmacher Martin Dauhrer und Kreisläufer Johannes Borschel ist nämlich immer wieder Ausgangspunkt für erfolgreiche Unterhachinger Angriffe.

So kam das Duo auch im Hinspiel zusammen auf 14 Treffer und war somit der Hauptgrund für das ausgeglichene Spiel in Bayreuth. Dass diese Leistung keine Eintagsfliege war, beweist ein Blick auf die Torschützenliste der Bayernliga. Dort stehen nämlich Johannes Borschel (mit 141 Toren auf Rang vier) und Martin Dauhrer (mit 124 Treffern auf Rang zehn) unter den besten zehn Torjägern der Liga.

Zuletzt befand sich der aktuelle Tabellenneunte jedoch in einem kleinen Formtief. Waren die Heimniederlagen gegen die Spitzenmannschaften aus Waldbüttelbrunn (26:28) und Landshut (30:34) noch zu erwarten gewesen, überraschte die deutliche 22:28-Auswärtspleite beim möglichen dritten Absteiger (sollte eine bayerische Mannschaft aus der 3. Bundesliga absteigen) VfL Günzburg (12.). Haspo-Trainer Michael Werner, der voraussichtlich auf seinen bewährten Kader zurückgreifen kann, warnt jedoch eindringlich: „Wir dürfen Unterhaching nicht an den letzten Spielen messen. Vielmehr müssen wir uns an das Hinspiel erinnern und uns an die taktischen Vorgaben halten. Nur dann werden wir erfolgreich sein.“

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Montag, 13. November 2017 - 11:06