Haspo mit Revancheplänen in Landshut

Schließlich sind die Landshuter derzeit in Topform. Drei Siege in Folge gegen die direkten Konkurrenten Fürstenfeldbruck II (33:17), in Sulzbach-Rosenberg (29:28) und im Nachholspiel gegen den TSV Haunstetten (31:27) brachten dem Team um den Ex-Bayreuther Milan Sedivec ein ordentliches Sieben-Punkte-Polster zu den Abstiegsplätzen. Dabei konnte sich die TG stets auf ihre durchschlagskräftige und physisch starke Rückraumreihe verlassen. Rückraumlinks Matthias Müller (99 Tore), Rückraummitte Stefan Axthaler (95) und Rückraumrechts Enis Kabashi (78) sind dabei nicht nur die effektivsten Angreifer, sondern stehen zusammen auch unter den besten elf Torschützen der gesamten Bayernliga.

Viel Torgefahr aus dem Rückraum

Wie gefährlich das Landshuter Rückraumtrio werden kann, musste Haspo Bayreuth im Hinspiel schmerzlich erfahren, als 21 der 30 Landshuter Treffer auf das Konto der drei Toptorjäger ging. Ein weiterer Leistungsträger der Niederbayern, der im Hinspiel noch mit einem Kreuzbandriss fehlte, ist der im Rückraum recht flexibel einsetzbare und ebenfalls sehr torgefährliche Dominik Abeltshauser. Der Bayernliga-Toptorjäger der vergangenen Jahre kommt nach seiner schweren Verletzung immer besser zum Zug und erzielte in bisher fünf Einsätzen immerhin auch schon 13 Treffer.

Ausfälle im Haspo-Aufgebot

Ein weiteres Markenzeichen der TG ist die groß gewachsene und nur schwer überwindbare 6:0-Abwehr, die den Wagnerstädtern im Hinspiel schon zum Verhängnis wurde. Diesbezüglich dürfte es Haspo auch besonders hart treffen, dass mit Rückraumlinks Jakob Hoffmanns (Armverletzung) und Rückraummitte David Schreibelmayer, der nach seiner Roten Karte aus dem Unterhaching-Spiel (28:26) für zwei Spiele gesperrt wurde, gleich zwei bewegliche Spieler fehlen werden. Mit Moritz Beck (privat verhindert) fehlt Trainer Bracher zudem der zuletzt so überzeugende Linksaußen. „Die Mannschaft ist stark genug, um diese Verluste aufzufangen“, so der Coach.

Dafür wird wohl Torwart Alexander Wittmann nach überstandenem Muskelfaserriss sein Comeback geben können und dürfte damit der besonders geforderten Haspo-Abwehr zusätzlich Stabilität verleihen. „Natürlich wollen wir uns auch gegen Landshut für eine unnötige Hinspielniederlage revanchieren“, sagt Bracher. „Gegen diesen physisch starken Gegner wird es jedoch alles andere als einfach. Gerade in unserer Abwehr muss viel stimmen, denn dann kommen wir auch wieder zu einfachen Toren aus dem Gegenstoß.“

Nicht bewertet

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