Haspo mit mühsamem Sieg auf Platz zwei

„Es war ein absoluter Arbeitssieg“, fasste Haspo-Trainer Marc Brückner das Spiel passend zusammen, ohne vollends zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft zu sein. Schließlich war die Zahl der 38 Fehlwürfe und technischen Fehler so ungewöhnlich hoch, dass man damit kaum einen Sieg erwarten kann.

Die beiden Punkte am Ende der 60 umkämpften Minuten hatte hauptsächlich die Bayreuther Abwehr verdient. Die offensive Deckung bereitete dem SV Anzing nämlich von Beginn an große Probleme und hatte in Hannes Lehnard sowie in der zweiten Halbzeit Alexander Wittmann zwei solide Torhüter hinter sich. Gerade das gefürchtete Limbrunner-Duo mit Marinus (3 Tore) am Kreis und Jonathan (2) im linken Rückraum kam bei den Gästen kaum nennenswert zur Entfaltung.

So begann die Partie vielversprechend für Haspo mit einer 6:2-Führung (14.). Als das jedoch genutzt wurde, um der Startformation eine Verschnaufpause zu geben, kam es zu einem deutlichen Bruch im Spiel. Zwar wurde weiterhin hervorragend verteidigt, doch zahlreiche Fehlpässe luden die Oberbayern zum Gegenstoß ein. Über 8:8 (21.) ging der SV Anzing sogar mit 10:9 in Führung (24.). Das sollte allerdings im gesamten Spielverlauf einmalig bleiben, auch weil sich die Bayreuther schnell wieder einigermaßen gefangen hatten.

Nach der Pause stets in Führung

Angetrieben von einem wieder sehr gut aufgelegten Paul Saborowski im rechten Rückraum und einem souveränen Spielgestalter Yannik Meyer-Siebert gelang Haspo direkt nach Wiederbeginn eine 14:11-Führung (35.). Von diesem Rückschlag sollten sich die überraschend mit einer 6:0-Abwehr deckenden Anzinger nie wieder richtig erholen, obwohl Haspo auch weiterhin nicht fehlerfrei blieb. Da der Gast unter anderem mit 18 Würfen neben das Tor ebenfalls einen großen Anteil am Fehlerfestival hatte, setzte sich Haspo über 18:14 (41.) und 22:17 (53.) letztlich doch einigermaßen sicher durch. Daran änderte dann auch der Kurzeinsatz des Ex-Bayreuthers Julian Ruckdäschel nichts, der im rechten Rückraum allerdings auch nicht gerade den dankbarsten Job zu verrichten hatte.

„Natürlich haben wir heute nicht unser bestes Spiel abgeliefert und die vielen technischen Fehler sind auch sehr ärgerlich, aber wir haben eben dennoch gewonnen“, zeigte sich Haspo-Trainer Michael Werner nach der Partie gut gelaunt und meinte weiter: „Die Mannschaft hat heute großen Willen gezeigt und hat außerdem sehr gut verteidigt.“

Haspo Bayreuth: Lehnard, Wittmann – Schalk (1), Nicola, Herrmannsdörfer (1), Hümpfer (2), Tscheuschner (1), Baldauf, S. Berghammer (3), Rahn, Saborowski (10), Meyer-Siebert (5/3), Y. Berghammer (1), Goeritz.

Nicht bewertet

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