Haspo-Männer zum Verfolgerduell

Dass Haspo damals überhaupt noch einen Punkt ergattern konnte, war in der ersten Halbzeit überhaupt nicht abzusehen. Nach fast schon demoralisierendem 7:15-Rückstand (26.) folgte jedoch eine tolle Aufholjagd zum 20:20 (45.), und lediglich der Pfosten verhinderte in der Schlusssekunde sogar den möglichen Siegtreffer.

„So einen hohen Rückstand holst du gegen eine derartige Spitzenmannschaft nicht jeden Tag auf,“ warnt Haspo-Trainer Michael Werner vor einem erneuten Fehlstart. Dabei denkt er vor allem an den überragenden Rückraum der Gastgeber mit dem sehr zweikampfstarken Julian Stumpf auf der rechten Seite (sieben Tore im Hinspiel) und dem wurfgewaltigen Lukas Tendera auf der linken. Eine Herausforderung für die offensive Bayreuther Deckung stellt auch der massige und doch bewegliche DJK-Kreisläufer Bastian Demel dar, der im Hinspiel neben acht Treffern auch noch zahlreiche Strafwürfe herausholte.

Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Unterfranken ist jedoch Spielmacher Manuel Feitz, der in Bayreuth verhindert war. „Feitz ist der absolute Kopf der Mannschaft“, sagt Michael Werner. „Jede gefährliche Angriffsaktion startet bei ihm.“ Tatsächlich ist der eher schmächtig wirkende Rückraumspieler sogar mit großem Abstand Toptorschütze seiner Mannschaft. Mit 101 Treffern in 15 Spielen garantiert Feitz fast sieben Treffer pro Partie. Damit ist er drittbester Werfer in der Bayernliga, aber er vernachlässigt auch seine Nebenleute nicht.

Trotz allem durchlebte der Titelmitfavorit zuletzt schwierige Wochen. Zwar qualifizierte er sich im Amateurpokal bundesweit nun sogar für das Halbfinale und steht damit kurz vor dem Endspiel in Hamburg, das als Vorspiel zum DHB-Pokalfinale ausgetragen wird. Im Ligaalltag scheint der Fokus hingegen etwas verloren gegangen zu sein. Die letzten drei Spiele gingen verloren, so dass sich die DJK aus dem Titelkampf verabschiedet hat. Das letzte 22:27 beim souveränen Tabellenführer HC Erlangen II markierte immerhin eine Steigerung gegenüber den Niederlagen bei Abstiegskandidat VfL Günzburg (23:24) und zu Hause gegen starke Landshuter (25:27).

Marius Hümpfer wieder dabei

„Dass Waldbüttelbrunn die letzten drei Spiele verloren hat, macht die Aufgabe für uns sicherlich nicht leichter. Die werden nun auf einen Sieg brennen“, glaubt Michael Werner. Umso wichtiger ist es für ihn, dass Marius Hümpfer nach einer Verletzungspause wieder zur Verfügung steht.

Nicht bewertet

Anzeige