Haspo-Männer vor Schlusslicht gewarnt

Der oberbayerische Aufsteiger ist aktuelles Schlusslicht der bayerischen Königsklasse. Allerdings sind die Bayreuther gewarnt vor solchen Aufgaben, seit sie beim TSV Ottobeuren (12.) unter ähnlichen Vorzeichen ihre bisher einzige Niederlage hinnehmen mussten (33:35).

„Natürlich ist man als Tabellenzweiter beim Letzten klarer Favorit“, weiß auch Trainer Matthias Werner. „Wenn wir aber nicht mit der gleichen Einstellung in das Spiel gehen, wie gegen eine Spitzenmannschaft, kann auch dieses Spiel ganz ungemütlich für uns werden.“ Wie ungemütlich die Ismaninger werden können, mussten schon einige gestandene Mannschaften erfahren. So verlor der deutlich stärker eingeschätzte TSV Haunstetten (7.) fast schon sensationell hoch mit 26:33 im Münchner Norden, und auch die gut platzierten Günzburger (30:27) sowie die DJK Waldbüttelbrunn (31:27) taten sich gegen den Liganeuling lange Zeit enorm schwer.

Richtig deutliche Niederlagen sucht man im bisherigen Saisonverlauf der Ismaninger ohnehin beinahe vergeblich. Lediglich am letzten Wochenende erwischte es die Mannschaft von Trainer Thomas Eck erstmals hart mit 26:36. Beim souveränen und noch verlustpunktfreien Tabellenführer TV Erlangen-Bruck sind in dieser Spielrunde aber schon ganz andere Teams deutlich unter die Räder gekommen.

Ein Ex-Bayreuther und ein ehemaliger Auerbacher

Nach der vergangenen Meisterschaft in der Landesliga Süd hat sich der kommende Haspo-Gastgeber einiges vorgenommen und verfügt über eine absolut konkurrenzfähige Mannschaft. Dabei spielen in den Reihen der Ismaninger sogar zwei in der Region Bayreuth durchaus bekannte Gesichter. Torhüter Josch Murgg war einige Jahre für die A-Jugendmannschaft von Haspo Bayreuth aktiv und Abwehrchef Jan Geserer jahrelang für den SV 08 Auerbach (damals noch ASV Auerbach) am Ball. Die absoluten TSV-Leistungsträger findet man aber vor allem im Rückraum. Spielmacher Olaf Neumann ist mit 34 Saisontoren dabei nicht nur Toptorjäger seiner Mannschaft, sondern auch Dreh- und Angelpunkt im Angriff. Von seinen Qualitäten profitiert aktuell in erster Linie der Zwei-Meter-Mann Yannick Teschner. Der wurfgewaltige Rückraumlinks wird von Neumann meist in aussichtsreiche Wurfpositionen gebracht, die er bislang schon für 33 Saisontore nutzen konnte. Viel Erfahrung bringt Ismaning auf der rechten Außenposition mit. Fabian Stoiber (31 Tore) gilt als kaltschnäuziger Vollstrecker, der seine Stärke außerdem im Gegenstoß hat.

„Wir müssen eine mögliche Euphorie beim Gegner von Beginn an bekämpfen“, mahnt auch Marc Brückner. „Wenn wir Ismaning nicht an eine Überraschung glauben lassen wollen, müssen wir von der ersten Minute Vollgas geben. Nur dann können wir auch unter Beweis stellen, dass wir aus dem Ottobeuren-Spiel gelernt haben.“

Ein ganz besonderes Spiel dürfte dabei für Haspo-Torwart Niklas Pfeifer bevorstehen, der nach zwei Kreuzbandrissen nun vor seinem lang ersehnten Comeback steht und damit auch den nach wie vor privat verhinderten Maximilian Miersch im Tor ersetzen kann.

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06