Haspo-Männer lösen unbequeme Aufgabe

Das gelang dem SV 08 Auerbach in der Landesliga Nord dagegen nicht: Beim Tabellenvorletzten HSG Rödental/Neustadt musste der Tabellendritte nach einer enttäuschenden Leistung eine unerwartete 27:30-Niederlage hinnehmen.

Vor zahlreichen und auch sehr stimmungsvollen Zuschauern hatte Haspo das Geschehen über weite Strecken unter Kontrolle und lag nur beim 4:5 (10.) ein einziges Mal im Rückstand. Gegen die im Spielaufbau recht unkonventionell agierenden und dadurch auch etwas unsicher wirkenden Gastgeber erzwangen die Bayreuther immer wieder Ballgewinne, doch allzu oft scheiterten sie am TSV-Schlussmann Maximilian Jekle. Der Torwart war mit Abstand der beste Niederraunauer und verhinderte fast im Alleingang, dass die Gästemannschaft nicht eine höhere Führung als 9:7 (16.) vorlegen konnte. Zwar gelang Haspo dann ein 4:0-Lauf vom 12:10 (25.) zum 16:10 (29.), doch eine Zeitstrafe und zwei unvorbereitete verdarben die Schlussphase der ersten Halbzeit.

Chancen zur Vorentscheidung nicht genutzt

Auch in der zweiten Hälfte versäumten es die Bayreuther, sich vorentscheidend abzusetzen. Beim 20:16 (41.) vergaben sie gleich reihenweise hochkarätige Torchancen und ermöglichten den Gastgebern damit einen 4:0-Lauf zum 20:20-Ausgleich (46.), der das Publikum Kopf stehen ließ.

Erst eine zu diesem Zeitpunkt genommene Auszeit brachte Haspo wieder einigermaßen in die Spur. Marius Hümpfer und der Bayreuther Lichtblick Sven Goeritz stellten beim 24:21 (51.) eine etwas beruhigendere Führung her und ließen die Halle wieder etwas leiser werden. Doch auch der Siebenmetertreffer von Yannick Berghammer zum 26:23 (57.) war noch keine Entscheidung, denn ähnlich wie beim Sieg gegen Tabellenführer HC Erlangen II leisteten sich die Bayreuther in der Endphase gleich mehrere technische Fehler und Fehlwürfe. Hätten sich die schwäbischen Hausherren nicht so ungeschickt angestellt, wäre die Begegnung wohl auf ein Herzschlagfinale in den letzten Sekunden zugelaufen.

„Man hat uns heute angemerkt, dass wir nach dem anstrengenden Derbysieg und aufgrund unseres Verletzungspechs auf dem Zahnfleisch ankamen“, merkte Haspo-Trainer Michael Werner nach Spielschluss an und analysierte erleichtert weiter: „Wir haben heute sicherlich nicht unser bestes Spiel gemacht, haben die Pflichtaufgabe aber dennoch erfolgreich bewältigt.“

Haspo Bayreuth: Wittmann, Lehnard – Nicola, Hümpfer (6), Tscheuschner, S. Berghammer (2), Rahn (2), Saborowski (2), Meyer-Siebert (5/3), Y. Berghammer (2/1), Goeritz (3), Schöttner (4).

Nicht bewertet

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