Haspo-Männer enttäuschen maßlos

So gesehen, ist es ein ernsthafter Trost für die Bayreuther, dass ihr Klassenerhalt dank einiger gewonnener Gesamtvergleiche trotzdem nun sicher unter Dach und Fach ist. Trainer Michael Werner versuchte gar nicht erst, etwas zu beschönigen: „Wir waren heute in allen Mannschaftsteilen nicht ansatzweise konkurrenzfähig und haben gegen einen hoch motivierten Gegner auch in der Höhe verdient verloren.“

Bereits beim 3:8 (13.) wirkte Haspo vollkommen verunsichert. Die Gäste hatten mit ihrer massiven und groß gewachsenen 6:0-Abwehr nicht einmal große Mühe, den fehlerbehafteten Bayreuther Angriff in den Griff zu bekommen. Meist verhinderten technische Fehler den Haspo-Aufbau schon im Ansatz, so dass nicht einmal regelmäßig ein vernünftiger Abschluss gelang. Auf der anderen Seite konnten sich die Würzburger Vorstädter auf den zweitligaerfahrenen Philipp Meyer im linken Rückraum verlassen, der bei seiner verletzungsbedingten Auswechslung in der 41. Minute schon neun Tore erzielt hatte. Dabei wirkte die Haspo-Abwehr in unterschiedlichsten Formationen oftmals zu passiv und ließ sich immer wieder von der selben Spielhandlung düpieren. Letztmals bewegten sich beide Mannschaften beim 6:11 (20.) halbwegs auf Augenhöhe, aber damit war es schon zur Pause vorbei.

Lange Zeit mit 14 Toren im Rückstand

Den zweiten Durchgang begannen die Bayreuther mit zwei Manndeckungen gegen Meyer und Spielmacher Andreas Paul (6/1). Ein Mittel zur Besserung war das jedoch auch nicht. Zwar hatte man die beiden Toptorschützen der Gäste somit im Griff, doch nutzten ihre Nebenleute die nun größeren Räume gekonnt aus. Beim deklassierenden 8:22 (37.) war somit schon klar, dass es für die Gastgeber nur noch um Schadensbegrenzung gehen konnte. Selbst dafür rechte die peinliche Gesamtleistung jedoch nicht aus, weil gleich mehrere Leistungsträger maßlos enttäuschten. Bis zum 15:29 (56.) änderte sich überhaupt nichts am Abstand von 14 Toren.

„Wir können uns für diese Leistung bei unseren Zuschauern nur entschuldigen“, zeigte sich daher auch Haspo-Trainer Marc Brückner regelrecht schockiert. „Die Aufgabe für uns als Trainer ist es jetzt, die Spieler schnellstmöglich aufzubauen und die richtigen Lehren aus dieser Niederlage zu ziehen. Fakt ist aber auch, dass wir nach so einem Spiel sicherlich nicht einfach wieder zur Tagesordnung übergehen können. Wir haben jetzt noch zwei Spiele, und in denen können wir beweisen, dass wir es viel besser können.“

Haspo Bayreuth: Lehnard, Naglik – Schalk (2/1), Nicola (2), Baldauf, Herrmannsdörfer (1), S. Berghammer (3), Rahn, Schmidt (3), Kritzenthaler, Klenk (2), Meyer-Siebert (3/1), Y. Berghammer (2), Goeritz.

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