Haspo kassiert Ausgleich kurz vor Schluss

Bei der DJK Rimpar II sah die Mannschaft der beiden Trainer Michael Werner und Marc Brückner in Durchgang zwei schon wie der sichere Verlierer aus. Zu einfalls- und vor allem mutlos wirkte Haspo gegen die keinesfalls übermächtige 6:0-Abwehr der Gastgeber und scheiterte zudem all zu oft am starken Rimparer Torwart Markus Leikauf.

So führte die DJK nach der verheißungsvollen 3:1-Führung der Gäste (8.) ab dem 4:3 (13.) durchgehend mit ein bis zwei Treffern – bis zum 17:17 (45.). Allen voran die starke Rückraumachse um Spielmacher Andreas Paul (8/3 Tore) und Rückraumlinks Philipp Meyer (8), die zusammen für 16 der 23 Rimparer Treffer verantwortlich waren, hielten die Gastgeber im Spiel und waren mehrmals in der Lage, die aggressive Haspo-Abwehr auszuspielen.

Das Bayreuther Hauptmanko war an diesem Tag ohnehin der recht harmlose Angriff. Wieder einmal leistete sich Haspo 20 Fehlwürfe und schaffte es nicht, die Balleroberungen oder Paraden des starken Haspo-Torhüters Niklas Pfeifer konsequent im schnellen Gegenangriff zu nutzen. Dennoch waren die Bayreuther jederzeit im Spiel, weil neben Pfeifer im Tor auch Spielmacher Yannik Meyer-Siebert wieder zu seiner starken Form der ersten Saisonspiele fand. Außerdem war das Spiel über Kreisläufer Sebastian Schmidt, der neben seinen fünf Treffern auch noch vier Siebenmeter herausholte, ein Lichtblick im Spiel der favorisierte Gäste. Diese Faktoren genügten schon, einen nicht gerade übermächtigen Gegner aus Rimpar nicht davonziehen zu lassen.

Nach dem 17:17-Ausgleich von Yannik Meyer-Siebert per Siebenmeter schien sich das Blatt in Überzahl endgültig zugunsten der Gäste zu wenden. Allerdings verließ Haspo in dieser Phase mit einem Mann mehr wieder der Mut, und so endete die Überzahlsituation 0:0.

Auszeit bringt Haspo wieder in die Spur

Als Rimpar kurz darauf durch je zwei Treffer von Paul und Meyer auf 21:18 (53.) enteilt war, drohte den Bayreuthern die zweite Niederlage in Folge. Eine Auszeit brachte Haspo nun jedoch wieder in die Spur. Außerdem konnte man den Bayreuthern zu keinem Zeitpunkt den Einsatz und auch den Willen zur Besserung absprechen. So war man beim 21:21 (57.) auch schon wieder im Spiel, und nach dem 23:22-Führungstreffer sowie einer spektakulären Doppelparade von Pfeifer 50 Sekunden vor Schluss sogar in Ballbesitz.

Bezeichnenderweise gelang Haspo dann bei drohendem Zeitspiel aber nicht einmal ein Abschluss. Und so kam Rimpar noch einmal in Ballbesitz und erarbeitete sich drei Sekunden vor Schluss tatsächlich noch einen Strafwurf. Diesen von Paul geworfenen Ball parierte Pfeifer sogar, aber der Abpraller fiel dem Rimparer Spielmacher genau in die Hand, sodass er mit der Schlusssirene noch ausgleichen konnte.

„Das Unentschieden geht absolut in Ordnung, auch wenn das Zustandekommen für uns natürlich sehr bitter ist“, zeigte sich Haspo-Trainer Michael Werner nach Spielschluss enttäuscht. „Wir haben zwar gut verteidigt, waren jedoch mutlos im Angriff. So werden wir unseren Ansprüchen nicht nachkommen können“, ergänzte der Bayreuther Coach. Was ihm gefiel: der Kampfgeist. „Der hat absolut gestimmt, aber damit alleine gewinnst du eben nicht immer die Spiele. Wir müssen uns offensiv in den drei Wochen Pause nun ordentlich steigern.“

Haspo Bayreuth: Pfeifer, Lehnard; Schalk, Nicola, Herrmannsdörfer (2), Weiß (2), S. Berghammer, Rahn, Schmidt (5), Elschner (1), Meyer-Siebert (9/5), Y. Berghammer (1), Goeritz (2), Klima (1).

Nicht bewertet

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