Haspo ist aus Vorsaison gewarnt

Zwar rangiert die Mannschaft aus dem Augsburger Stadtteil aufgrund einiger Leistungsschwankungen derzeit nur im Mittelfeld, die beiden Bayreuther Niederlagen aus der vergangenen Saison lassen aber auf eine große Herausforderung schließen.

Der TSV ist tatsächlich die einzige Mannschaft, die Haspo Bayreuth gleich zweimal bezwingen konnte. Nach dem 24:27 in Haunstetten verhinderte dann Bayreuther 24:34-Heimpleite im Rückspiel ein Vorstoßen der Wagnerstädter in das absolute Spitzenfeld der Liga. Dabei bekam die Mannschaft der beiden Trainer Marc Brückner und Michael Werner defensiv vor allem die Rückraumreihe um Rückraumlinks Alexander Horner (in beiden Spielen zusammen zwölf Tore), Spielmacher Maximilian Schnitzlein (sieben) und Rückraumrechts Max Horner (acht) nie unter Kontrolle.

Torgefährliches Haunstettener Trio

Dieses Trio ist auch aktuell für die größte Torgefahr der Schwaben verantwortlich, zumal mit Zwei-Meter-Mann Stefan Tischinger ein bisheriger, absoluter Leistungsträger aus beruflichen Gründen seine Karriere zumindest unterbrechen muss. Gerade die beiden Horner-Brüder machen diesen herben Verlust aber zumindest offensiv meist eindrucksvoll wett. Dabei überragen neben den schon 45 Saisontoren von Alexander gerade die 54 Treffer des erst 19-jährigen Linkshänders Max Horner, die ihn sogar zum Toptorjäger seines Teams machen.

Defensiv ist die voraussichtlich langfristige Abwesenheit von Stefan Tischinger aber kaum zu ersetzen. In der aggressiven 3:2:1-Abwehr des TSV Haunstetten nahm der Rückraumlinks nämlich die entscheidende vorgezogene Position ein, auf der er es aufgrund seine Armspannweite den meisten Mannschaften fast unmöglich machte, ins normale Positionsspiel zu kommen. Dementsprechend sind auch die bisweilen großen Leistungsschwankungen erklärbar, die Haunstetten in dieser Saison schon durchmachte. So holten die Schwaben zwar zum Beispiel beim heimstarken TSV Lohr (5.) ein 24:24-Unentschieden und mussten sich am vergangenen Wochenende gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck erst in den Schlusssekunden mit 26:28 geschlagen geben, lieferten aber beim bisher einzigen Saisonsieg des Tabellenletzten TSV Ismaning (26:33) eine überraschend katastrophale Vorstellung ab.

Haspo seit vier Spielen unbesiegt

Die Bayreuther hingegen sind seit dem Ottobeuren-Ausrutscher schon wieder seit vier Spielen ungeschlagen und könnten ihren Vorsprung in der Tabelle mit einem weiteren Heimerfolg manifestieren. „Uns erwartet ein Gegner, der uns gerade im letzten Jahr nicht unbedingt lag“, warnt Trainer Michael Werner jedoch eindringlich. „Das ist aber zugleich auch ein großer Ansporn für uns, die vergangenen Niederlagen vergessen zu machen. Dafür benötigen wir aber eine ordentliche Leistungssteigerung zu unserem eher mäßigen Auftritt in Ismaning.“

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