Haspo ist auf Trotzreaktion gefasst

„Wir erwarten einen heißen Tanz“, mahnt Haspo-Trainer Marc Brückner ausdrücklich vor dem vermeintlichen Außenseiter. „Der TSV ist zwar nicht gut in die Saison gekommen, hat sein vorhandenes Potenzial aber bereits unter Beweis gestellt.“ Damit spricht Brückner vor allem den überraschend deutlichen 37:27-Sieg am zweiten Spieltag bei der Zweitligareserve der DJK Rimpar (9.) an, bei dem sich die Mannschaft aus dem oberschwäbischen Landkreis Unterallgäu gegen einen etablierten Bayernligisten in beeindruckender Manier durchsetzte.

Großen Anteil am damaligen Überraschungserfolg hatten in Rückraumlinks Patrick Kofler (7 Tore) und Spielmacher György Szouszki (8) dann auch die absoluten Leistungsträger des Haspo-Gastgebers. „Dieses Duo ist das Herzstück des Ottobeurer Angriffs“, weiß auch Coach Michael Werner. Vom großen Aktionsradius der beiden Rückraumspieler profitiert dann auch der stämmige Kreisläufer Christian Schaupp und nicht zuletzt Rechtsaußen Karlo Tomic, die zusammen mit jeweils schon 20 Saisontoren die interne Torschützenliste des TSV Ottobeuren anführen.

Wie fragil das Ottobeurer Angriffssystem jedoch auch ist, wies gerade die letzte Niederlage beim Spitzenreiter in Erlangen nach. Da fehlte der an diesem Tag verhinderte, wurfgewaltige Patrick Kofler nämlich an allen Ecken und Enden.

Für den Aufsteiger dürfte die deutliche Auswärtspleite jedoch nur kurzfristig eine Rolle spielen, schließlich kommt es für den TSV eher in den direkten Duellen mit den Konkurrenten um die Nichtabstiegsplätze darauf an, Punkte zu sammeln. So dürfte auch die 26:32-Auftaktniederlage gegen den im oberen Drittel zu erwartenden TSV Haunstetten (8.) verschmerzbar gewesen sein.

„Müssen jederzeit dagegen halten“

Deutlich ärgerlicher war daher wohl das 27:28 im letzten Heimspiel gegen den ebenfalls im Abstiegskampf erwarteten TSV Lohr (6.), zumal man zwei Minuten vor dem Ende noch mit 27:26 in Führung gelegen hatte. Auch in diesem Spiel überzeugte die Achse Kofler/Schaupp mit alleine 13 Treffern. „Wir wissen, dass auf uns in Ottobeuren ein körperlich starker Gegner warten wird, dem wir das Spiel über den Kreis nehmen und jederzeit dagegenhalten müssen“, weiß Michael Werner, was auf seine Mannschaft zukommen wird.

Umso ärgerlicher dürfte für Haspo Bayreuth der Ausfall des privat verhinderten und zuletzt so stark aufspielenden Rückraumallrounders Ralph Weiß sein. Gerade in der Abwehr könnte man nämlich den robusten Weiß gegen den körperlich starken Gegner sicherlich gut gebrauchen. Dafür kehrt mit Linkshänder Tom Elschner eine gerade für den Angriff beinahe unverzichtbare Waffe wieder in den Kader zurück.

Nicht bewertet

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