Haspo im Derby gegen Sulzbach Favorit

Schließlich waren die Sulzbacher am Ende der vergangenen Saison schon sportlich abgestiegen. Letztlich bedeutete ausgerechnet der Rückzug ihres oberpfälzischen Rivalen SV 08 Auerbach aus der 3. Bundesliga in die Landesliga Nord den nachträglichen Klassenerhalt. Zudem hat die Mannschaft einige Leistungsträger verloren, darunter die Ex-Bayreuther Björn und Toni Kreyßig. So überrascht es nicht, dass sich Sulzbach nichts anderes als den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt hat.

Klarer Sieg in Testspiel

In der Vorbereitungsphase trafen sich beide Mannschaften bereits im Trainingslager in Pilsen, wobei Haspo souverän und nie gefährdet mit 32:19 gewann. Allerdings sollte sich niemand dazu verleiten lassen, aus diesem Test auf ein Liga-Derby zu schließen. Was die Mannschaft des einst für Haspo in der Regionalliga aktiven Spielertrainers Pavel Krizek kämpferisch zu bieten hat, zeigte sie zuletzt bei ihrem ersten Saisonsieg, als sie den VfL Günzburg in einer wahren Abwehrschlacht mit 18:17 bezwang. Einen ähnlichen Eindruck hinterließ die knappste der drei bisherigen Sulzbacher Niederlagen: 18:20 gegen den SV Anzing.

Sulzbacher Stärken in der Defensive

„Es gibt keinen Grund, Sulzbach auch nur ansatzweise zu unterschätzen“, warnt folglich Haspo-Trainer Marc Brückner. „Auch gegen diesen Gegner werden wir nur Erfolg haben, wenn wir mit hundertprozentiger Einstellung an das Spiel herangehen.“ Neben dem seit Jahren beständig stark spielenden Jiri Smolik im linken Rückraum (bislang elf Saisontore) spielte sich in den ersten vier Partien vor allem Michael Waitz auf der anderen Rückraumseite in den Vordergrund. Der wurfgewaltige Linkshänder, der für den HC Erlangen schon in der 3. Liga gespielt hat, wurde vor der Saison reaktiviert und ist mit 27 Treffern mit weitem Abstand effektivster Werfer seiner Mannschaft. Vor allem aber baut der HC Sulzbach auf seine eher defensiv ausgerichtete Abwehr, hinter der mit Max Lotter ein überdurchschnittlicher Torwart steht. Von seinen Paraden profitiert dann oft der konterstarke Rechtsaußen Marco Forster (zwölf Tore).

Trotz aller Mahnungen kann man bei Haspo aber nur zufrieden sein, wenn nach dem hart erkämpften ersten Saisonsieg beim TV Erlangen-Bruck (37:34) nun gleich der zweite folgt. „Wir wollen uns weiter stabilisieren“, sagt Brückner und spielt damit auf die zuletzt sehr schwachen ersten Halbzeiten seines Teams an. Für dieses Ziel dürfte ein unverändertes Aufgebot zur Verfügung stehen, in das Torhüter Niklas Pfeifer nach Ablauf seiner Sperrre zurückkehrt.

Nicht bewertet

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