Haspo-Herren siegen in Friedberg

Damit bleiben die Bayreuther im Rennen um den angestrebten dritten Tabellenplatz, auch wenn dafür noch ein Ausrutscher der dort platzierten DJK Waldbüttelbrunn (3.) nötig ist.

Die Begegnung begann für Haspo vielversprechend. Dank ihres geduldigen Angriffsspiels legten die Bayreuther vom 4:2 (7.) bis zum 13:10 (24.) immer mindestens zwei Tore vor. Dabei schien es sie nicht entscheidend zu stören, dass sie kurzfristig gleich mehrere personelle Probleme zu verkraften hatten. Rechtsaußen Paul Saborowski hatte sich einen Kahnbeinbruch zugezogen, so dass die Saison für ihn vorzeitig beendet ist, und Rückraumspieler Marius Hümpfer musste wegen einer schweren Erkältung geschont werden.

Vier Gegentore in Folge

Außerdem war Jakob Hoffmanns im Rückraum mit einer Magen-Darm-Infektion nur äußerst unregelmäßig einsetzbar. Wie stark die Möglichkeiten der Bayreuther dadurch eingeschränkt wurden, zeigte erst in den letzten Minuten der ersten Halbzeit der kurzzeitige spielerische Einbruch, der durch vier Gegentore in Folge zu einem Pausenrückstand führte.

Dieser Trend setzte sich zu Beginn der zweiten Hälfte sogar noch fort, denn die Gastgeber kamen druckvoll aus der Kabine und bauten ihre Führung über 16:13 (33.) bis auf 20:16 (38.) aus. In dieser Zeit gelang es den Bayreuthern kaum, das Friedberger Tor ernsthaft in Gefahr zu bringen, während Friedbergs Torjäger Fabian Abstreiter (7 Tore) im linken Rückraum immer wieder von Spielmacher Peter Haggenmüller in Szene gesetzt wurde und so regelmäßig zum Erfolg kam.

Doch auch davon ließ sich Haspo nicht entscheidend aus dem Konzept bringen und hielt mit vereinzelten Nadelstichen den Anschluss. Gerade Nachwuchskräfte wie Spielmacher David Schreibelmayer und der krankheitsbedingt eigentlich eingeschränkte Jakob Hoffmanns hielten die Gäste weiter im Spiel. Da zudem Michael Neumaier mit wichtigen Toren seine Routine ausspielte, auch wenn er gleich zwei Siebenmeter gegen den guten Friedberger Torwart Benjamin von Petersdorff verwarf, ließen sich die Bayreuther nicht endgültig abschütteln.

23:23-Ausgleich in der 52. Minute

Spätestens beim Ausgleich zum 23:23 (52.) waren die Gäste dann wieder am Drücker. Nicht zuletzt gingen sie dabei auch geschickter mit der aufkommenden Hektik in der eigentlich gar nicht sonderlich gut gefüllten Halle um.

Erst konnte der TSV Friedberg eine zweifache Überzahl nicht entscheidend nutzen, und dann musste nach andauernden Reklamationen sogar der einheimische Zeitnehmer von den sehr ordentlich pfeifenden Unparteiischen ausgetauscht werden. Das brachte die Schwaben offenbar stärker aus dem Konzept, während Haspo vor allem dank einer starken Defensive mit 26:24 (56.) in Führung ging und den Vorsprung nicht mehr abgab.

„Nachdem wir uns in den ersten 30 Minuten aufgrund zahlreicher Fehlwürfe selbst das Leben schwer gemacht haben, sind wir in der zweiten Halbzeit über den Kampf zurück gekommen und konnten über unser wirklich wieder einmal starkes, schnelles Spiel zurück ins Spiel finden“, freute sich Haspo-Trainer Mathias Bracher.

Nicht bewertet

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