Haspo-Herren schlagen den Spitzenreiter

Dabei begann die Partie im gut besuchten Schulzentrum Ost für die Hausherren alles andere als optimal – Strafe gegen Philipp Schöttner nach 44 Sekunden und Rote Karte gegen Spielmacher Yannik Meyer-Siebert nach gerade einmal fünf Minuten. Haspo ließ sich davon aber nicht aus dem Takt bringen und kämpfte vor allem in der ersten Halbzeit aufopferungsvoll. Der physischen Erlanger Überlegenheit traten die Bayreuth mit viel Einsatz und Leidenschaft entgegen. Spielmacher Robin Rahn führte dabei geschickt Regie und brachte seine Nebenleute gegen die massive Erlanger Deckung immer wieder in aussichtsreiche Wurfpositionen.

Hätte Erlangen in Michael Haßferter nicht einen hervorragenden Torwart zwischen den Pfosten gehabt, wäre die Haspo-Führung wohl noch deutlicher ausgefallen, als beim zwischenzeitlichen 6:2 (12.). Nach der folgenden Auszeit fand der Gast dann aber doch Mittel, um die schnellbeinige Haspo-Deckung zu umspielen. Beim 7:6 (19.) war der verlustpunktfreie Spitzenreiter wieder in Schlagdistanz, doch Haspo antwortete prompt. Marius Hümpfer im linken Rückraum übernahm nun viel Verantwortung und bescherte seiner Mannschaft über 12:8 (26.) eine beruhigende Führung zur Pause (14:9).

Wütende Auflhojagd der Erlanger

Nach dem Seitenwechsel folgte eine wütende Aufholjagd des Favoriten, der in Kevin Herbst im rechten Rückraum nun seinen Angriffsmotor gefunden hatte. Neun seiner elf Treffer erzielte der Linkshänder alleine in der zweiten Halbzeit und brachte den HCE damit nicht nur beim 16:15 (42.) wieder heran, sondern hielt seine Farben fortan fast im Alleingang mit tollen Einzelaktionen im Spiel. Gerade als das Spiel beim 20:20 (48.) zu kippen drohte, legte Haspo wieder eine Schippe drauf. Bayreuths Torhüter Alexander Wittmann vernagelte nun sein Tor, und Yannick Berghammer behielt an der Siebenmeterlinie kühlen Kopf.

Neben den Strafwurftrefffern zum 25:22 (53.) und 26:22 (55.) traf der Kreisläufer auch zum vermeintlich vorentscheidenden 27:24 (58.). Danach machte es das Team des Trainerduos Brückner/Werner jedoch noch einmal spannend. Zwei leichtfertige Ballverluste von Steffen Berghammer und Robin Rahn sowie ein verfrühter Abschluss von Philipp Schöttner ermöglichten dem HCE beim Stand von 27:26 und zehn Sekunden Restspielzeit noch einen letzten Konter, der durch ein Stürmerfoul allerdings gestoppt wurde. „Unsere Jungs haben in jeder Spielsekunde daran geglaubt, gegen den Spitzenreiter gewinnen zu können und das macht uns als Trainer richtig stolz“, resümierte Trainer Marc Brückner begeistert.

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