Haspo-Herren mit erster Saisonpleite

Damit bestätigten sich die Befürchtungen, dass der TSV Ottobeuren eine Woche nach seinem 27:47-Debakel beim Tabellenführer TV Erlangen-Bruck eine Trotzreaktion zeigen würde. Allerdings bekam Haspo den enorm verbesserten Gegner auch gerade defensiv einfach nicht in den Griff.

Dabei waren die Bayreuther durchaus vielversprechend gestartet. Mit konzentriertem Spiel legten sie eine 5:2-Führung vor (7.) und stabilisierten sie bis zum 7:4 (10.). Bis dahin wurden die über die vollen 60 Minuten immer wieder hervorragend vorbereiteten Würfe auch konsequent verwertet, was den am Ende guten Ottobeurer Torwart Thoran Mayer zunächst nicht ins Spiel kommen ließ.

Ottobeuren übernimmt die Führung

Während sich der Schlussmann der Gastgeber fortan deutlich steigerte, bekamen die Haspo-Torhüter vor allem in der ersten Halbzeit kaum einen Ball zu fassen. Außerdem hatte auch die in abwechselnden Varianten agierende Haspo-Abwehr nicht ihren besten Tag und kam nur zu sechs Ballgewinnen. So glich Ottobeuren, angeführt vom sehr wendigen Patrick Kofler im linken Rückraum (9 Tore), beim 8:8 (16.) erstmals aus und übernahm beim 11:10 (21.) die Führung. Diese sollten die Hausherren dann tatsächlich bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand geben.

Vor allem der Gegenstoß der Allgäuer kam in der Folge immer mehr ins Laufen, denn Haspo scheiterte ein ums andere Mal an der fast schon indiskutablen Abschlussschwäche. Sage und schreibe 25 Bayreuther Fehlwürfe nutzten Rechtsaußen Karlo Tomic (7) und Linksaußen Miklos Szücs (8) zu zahlreichen schnellen Treffern, die den Gastgebern schon beim 15:11 (25.) einen ersten soliden Vorsprung ermöglichten. Lediglich auf die Nervenstärke von Yannik Meyer-Siebert beim Siebenmeter (8 von 8) war Verlass, doch auch der Spielmacher erlaubte sich acht Fehlwürfe aus dem Feld.

7:3-Lauf der Gastgeber nach der Pause

Das Vier-Tore-Polster nahmen die Gastgeber verdient mit in die Halbzeit, und nach dem Seitenwechsel starteten sie gleich einen 7:3-Lauf zum fast schon vorentscheidend wirkenden 25:17 (39.). Immerhin konnte man den Bayreuthern aber nicht den Willen absprechen, die Niederlage doch noch abzuwenden. Über 22:27 (44.) kam Haspo beim 26:30 (50.) auch durchaus wieder in Schlagdistanz. Neben einer verbesserten Abwehr, hinter der auch Torwart Maximilian Miersch (10 Paraden) nun überzeugen konnte, wirkte nun auch der Angriff entschlossener. Beim 33:31 (58.) wankten die Hausherren sogar bedenklich, doch sie ließen sich den verdienten Heimsieg auch von einer nun offenen Manndeckung nicht mehr abjagen.

„Wir hatten zu viele Fehlwürfe und haben den Gegner dadurch stark gemacht“, war Haspo-Trainer Michael Werner nach dem Spiel enttäuscht. „33 Auswärtstore müssen aber dennoch eigentlich reichen. Das Spiel zeigt, dass wir noch nicht da sind, wo wir hin wollen. Wenn wir die richtigen Lehren daraus ziehen, ist es aber nicht schlimm.“

Haspo Bayreuth: Lehnard, Miersch – Schalk (3), Nicola (1), Baldauf (1), Herrmannsdörfer (2), S. Berghammer (2), Rahn (2), Schmidt (6), Elschner (1), Klenk (2), Meyer-Siebert (12/8), Y. Berghammer (1), Goeritz. berg

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Montag, 13. November 2017 - 11:06