Haspo-Herren mit drittem Heimsieg in Folge

Die Bayreuther starteten nach Maß. Die gewohnt offensive Haspo-Abwehr stellte die mittelfränkischen Gäste vor große Probleme, generierte zahlreiche Ballgewinne und im Angriff agierte der Gastgeber selbstbewusst. So führten sie über 4:1 (6.) schnell beruhigend mit 8:4 (11.), und beim 13:7 durch den erneut sehr auffälligen Spielmacher Yannik Meyer-Siebert deutete sich sogar ein sicherer Heimsieg an. Das sah wohl auch das Trainergespann Marc Brückner und Michael Werner so und wechselte in der Folge munter durch. Nach dem 14:8 (24.) kam es dann aber urplötzlich zu einem Bruch im Haspo-Spiel.

Da hatte man gerade die bereits zweite Zeitstrafe relativ unbeschadet überstanden und trotzdem ging gerade im eigenen Angriff nun nichts mehr. Entweder man scheiterte nun am mittlerweile eingewechselten Erlanger Schlussmann Tobias Wagner oder vertändelte leichtfertig den Ball. So kam Erlangen-Bruck dann auch in den Gegenstoß, den vor allem Linkshänder Enzo Kohler (7 Tore) hochprozentig verwertete. Deshalb kassierte Haspo auch in den verbliebenen sechs Minuten der ersten Halbzeit einen niederschmetternden 2:8-Lauf zum 16:17-Pausenstand. „Da haben wir uns das Leben unnötig selbst schwer gemacht und den bis dahin harmlosen Gegner wieder ins Spiel kommen lassen“, war Haspo-Trainer Michael Werner nach dem Spiel immer noch angefressen.

Trainer finden die richtigen Worte

In der Kabine fanden die Haspo-Trainer dann aber offensichtlich deutliche und vor allem passende Worte, denn das Team startete sofort wieder hochkonzentriert in den entscheidenden zweiten Abschnitt. Dass es dennoch bis zur 38. Minute dauerte, ehe man beim 21:20 wieder die Führung übernahm, lag vor allem am nun immer besser werdenden Erlanger Steffan Meyer (6 Tore). Der irische Nationalspieler fütterte nun nicht nur seine Nebenleute mit Pässen, sondern tankte sich auch immer wieder durch die Bayreuther Abwehr. Meyer war es auch, der den TV beim 24:25 (45.) letztmals in Führung werfen sollte, ehe die Hausherren das Spiel Stück für Stück wieder unter Kontrolle bekamen.

Neben einer nun wieder schnellbeinigen Abwehr spielte sich dabei erneut das junge Bayreuther Eigengewächs Paul Saborowski ins Rampenlicht, der in der Schlussphase viel Verantwortung übernahm und zudem von der nun offensiver werdenden Erlanger Abwehr profitierte.

Über 29:26 (51.) sicherte sich Haspo so spätestens beim 32:29 (59.) endgültig den Sieg, und auch Michael Werner schlug daher nach der Schlusssirene wieder versöhnlichere Töne an: „Wir hatten heute sicherlich nicht unseren besten Tag, haben uns aber jeder Herausforderung entgegengestellt und den Heimsieg somit erkämpft. Auch das ist nämlich nicht selbstverständlich.“

Haspo Bayreuth: Lehnard, Brückner; Schalk (1), Nicola (2), Herrmannsdörfer (4), Tscheuschner, Baldauf, S. Berghammer (2), Rahn (2), Saborowski (10), Meyer-Siebert (7/2), Y. Berghammer (4/1), Goeritz (1), Luckhardt.

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