Haspo-Herren landen 33:30-Sieg in Erlangen

Nach einem ausgeglichenen, offensiven Start bis zum zwischenzeitlichen 4:4 (7.) erspielten sich die Gäste beim 9:6 (13.) einen ersten deutlicheren Vorsprung, den sie bis zum Schlusspfiff nie wieder abgaben.

Dabei spielte es den Bayreuthern in die Karten, dass sie einerseits wieder auf den zuletzt gesperrten David Schreibelmayer setzen konnten, andererseits auch Rückraumlinks Jakob Hoffmanns kurzfristig doch noch fit wurde und gleich wieder eine wichtige Option im Angriffsspiel war. Erlangen-Bruck musste hingegen überraschend auf den letztjährigen Bundesligaspieler Bastian Krämer verzichten, wodurch die Hausherren vor allem in der Abwehr nie zur gewünschten Stabilität fanden.

Überragende Wurfquote in Hälfte eins

Die Gäste, die gerade beim letzten 21:21 im Heimspiel gegen Rimpar wenig Offensivkraft ausstrahlten, wussten das zu nutzen. Mit einer überragenden Wurfquote von 21 Treffern aus 22 Würfen in den ersten 30 Minuten setzten sie sich vom 15:12 (21.) bis auf 19:12 ab und führten zur Halbzeit schon komfortabel.

Allen voran Spielmacher Tim Herrmannsdörfer fand dabei zu alter Wurfstärke zurück und traf im Haspo-Angriff meist die richtige Entscheidung. Davon profitierte dann über 60 Minuten auch Marius Hümpfer, der die großen Freiräume regelmäßig nutzte und neben seinen vier Toren auch noch zahlreiche Strafwürfe herausholte.

Jederzeit faire Partie

Der zweite Durchgang einer eigentlich jederzeit sehr fairen Partie (nur vier Zeitstrafen) begann mit einer Roten Karte für den bis dahin sehr effektiven und flinken Erlanger Spielmacher Philipp Hirning (4 Tore), der Marius Hümpfer beim Durchbruch von hinten in den Arm gegriffen hatte. Erlangen ließ sich davon aber nicht beirren. Zwar schafften es die Mittelfranken nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen, doch hatten sie nun in Steffan Meyer (9/1 Tore) einen steten Unruheherd. Außerdem wurde die Begegnung ab diesem Zeitpunkt immer zerfahrener.

Dennoch entschied Haspo – über die Zwischenstände von 25:18 (36.) und 28:21 (44.) – beim 32:25 (53.) die Partie, vor allem dank seines starken Torwarts Alexander Wittmann. Zudem hatte man in Routinier Michael Neumaier, der vom Siebenmeterstrich bei sechs Versuchen fünf Mal eiskalt blieb, wieder einen Ruhepol in seinen Reihen. So verbuchte Haspo nach 60 durchaus unterhaltsamen Minuten sage und schreibe 33 Treffer bei nur 44 Versuchen und fand nach zwei unglücklichen Unentschieden auch wieder in die Erfolgsspur zurück.

„Unsere Angriffsleistung war heute schon wirklich sagenhaft. Da hat einfach alles geklappt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte nach der Partie der gut gelaunte Haspo-Trainer Mathias Bracher. Er fügte jedoch auch an: „Am kommenden Wochenende spielen wir gegen Waldbüttelbrunn und da werden wir mit einer derart schwachen Abwehr wohl kaum eine Chance haben.“

Nicht bewertet

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